Journalistenpreis

Neue Jurymitglieder für Henri-Nannen-Preis 2012

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Foto: NDR/Dirk Uhlenbrock / NDR/Dirk Uhlenbrock/NDR Presse und Information

Nils Minkmar, Margot Klingsporn, Felix E. Müller, James Nachtwey, Richard David Precht und Anja Reschke sind in der Jury für den Henri-Nannen-Preis.

Hamburg. Nach den Turbulenzen beim Henri-Nannen-Preis 2011 gibt es für die nächste Wettbewerbsrunde eine neu zusammengesetzte Jury. Das teilte Europas größter Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr am Mittwoch in Hamburg mit. Er vergibt im Mai 2012 zum achten Mal die mit insgesamt 35.000 Euro dotierte Auszeichnung in mehreren Kategorien. Sie erinnert an den Gründer des G+J-Magazins „Stern“, Henri Nannen (1913-1996).

Erstmals in der Geschichte des Preises war einem Journalisten im vergangenen Jahr seine Auszeichnung nachträglich wieder aberkannt worden. Zum Verhängnis wurde dem „Spiegel“-Journalisten René Pfister, dass er den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer an seiner Modelleisenbahn beschrieb, diese Szene aber nie selbst gesehen hatte. Die Aberkennung war damals in der Jury umstritten.

+++ Aufregung beim "Spiegel": Was ist eine Reportage? +++

Aus dem Gremium schieden unter anderen die Literaturkritikerin Elke Heidenreich, der Chefredakteur der „Süddeutschen Zeitung“, Kurt Kister, und der Mitherausgeber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, Frank Schirrmacher, aus. Für ihn rückt der designierte „FAZ“-Feuilleton-Ressortleiter Nils Minkmar nach.

Erstmals dabei sind auch Margot Klingsporn (Inhaberin der Fotoagentur Focus), Felix E. Müller (Chefredakteur „NZZ am Sonntag“), James Nachtwey (Fotograf), Richard David Precht (Autor) und Anja Reschke (ARD-Moderatorin „Panorama“). In der 15-köpfigen Jury bleiben unter anderen der Chefredakteur der Wochenzeitung „Die Zeit“, Giovanni di Lorenzo, der Chefredakteur des „Spiegels“, Georg Mascolo, sowie die Doppelspitze des „Sterns“, Thomas Osterkorn und Andreas Petzold.

Um die Auszeichnung in Form einer Nannen-Büste können ab sofort journalistische Beiträge aus den Bereichen Reportage, Investigation, Dokumentation, Fotoreportage und erstmals Essays aus dem Jahr 2011 vorgeschlagen werden. Die Preisverleihung erfolgt am 11. Mai 2012 im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Dann wird auch eine Persönlichkeit für ihr publizistisches Lebenswerk geehrt. Bisherige Preisträger sind Altbundeskanzler Helmut Schmidt und Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki.

( (dpa/abendblatt.de) )