Filmfestival in Venedig

Wie das Filmfestival von Venedig entstand

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Der erste deutsche Film wurde im Jahr 1968 mit dem "Goldenen Löwen" ausgezeichnet.

Venedig. Das Filmfestival von Venedig wurde 1932 gegründet und gilt als ältestes der Welt, das noch am Ursprungsort stattfindet. Ausgezeichnet wurden in den ersten Jahren jeweils der beste italienische und der beste ausländische Film, darunter Produktionen von Luis Trenker, Leni Riefenstahl, Gustav Ucicky und Veit Harlan. Hauptpreis war in den Jahren 1934 bis 1942 die nach dem italienischen Diktator benannte Coppa Mussolini. In den folgenden Kriegsjahren fiel das Filmfestival aus. 1946 wurde es wieder aufgenommen.

1949 kehrte das Festival in den Palazzo del Cinema am Lido zurück, und der Goldene Löwe – zunächst mit dem Zusatz „von San Marco“ – wurde als Hauptpreis für den besten Wettbewerbsfilm eingeführt. Als erster Film wurde damit „Manon“ (Frankreich) von Henry-Georges Clouzot ausgezeichnet. Als erster deutscher Film gewann „Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos“ von Alexander Kluge 1968 den Goldenen Löwen, es folgten 1981 „Die Bleierne Zeit“ von Margarethe von Trotta und 1982 „Der Stand der Dinge“ von Wim Wenders.

Die beste Schauspielerin und der beste Schauspieler werden seit 1935 mit dem Coppa Volpi geehrt. Das 68. Filmfestival von Venedig findet vom 31. August bis 10. September statt.