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Die Redaktion empfiehlt

Für Einsteiger: "Die Nick Adams-Stories" - Kurzgeschichten, dielange im Gedächtnis bleiben. Sie erzählen das Leben des autobiografisch inspirierten Helden Nick Adams. In "Indianerlager" ist der Arztsohn ein kleiner Junge, in "Das Ende von Etwas" ein Teenager, in "Vater und Söhne" selbst ein Vater. Beste Geschichte: "Die Killer". Typischer Hemingway-Stil: Am spannendsten ist das, was zwischen den Zeilen steht.

(Vanessa Seifert, Lokales)

Für Fortgeschrittene: "Wem die Stunde schlägt" - Robert Jordan weiß, was er anrichten wird. Er operiert hinter den feindlichen Linien und hat den Auftrag, eine Brücke zu sprengen, um die republikanischen Truppen zu unterstützen. Darf man Skrupel haben, was zählen Menschenleben im Krieg? Um diese Fragen geht es in Hemingways 1940 geschriebenem packenden Roman, in dem er Erfahrungen aus dem Spanischen Bürgerkrieg verarbeitet hat.( Matthias Gretzschel, Kultur)

Unbekannte Perle: "49 Depeschen" sind ein Schaufenster zur verwirrenden Zeit zwischen den Weltkriegen. Als rasender Reporter für den "Toronto Star" hat der Abenteuer-Journalist in kleinen Geschichten den Kanadiern Europa nahegebracht - und sich selbst das Herumvagabundieren finanziert. Wie ein Tagesschriftsteller bindet Hemingway seine Beobachtungen zu literarischen Miniaturen zusammen. Klarer Blick, klare Sprache, klares Urteil.

(Christoph Rybarczyk, Politik)