Natürlich darf man mit Essen spielen!

Der "Tag der Musik" gibt das ganze Wochenende über in Hamburg den Ton an

Planten un Blomen. Der Sommermonat Juni ist ja etwas Herrliches. Es gibt frische Erdbeeren, die Ferien lassen nicht mehr lang auf sich warten und meistens spielt auch das Wetter mit. Wer da nur zu Hause sitzt ist, ist selbst Schuld. Denn schließlich steht dieses Wochenende ganz im Zeichen der Klänge und Töne. Am "Tag der Musik", den der Deutsche Musikrat unter dem Motto "Musik für alle!" ausgerufen hat, darf gesungen, getanzt, getrommelt und musiziert werden.

Am Sonntag feiern "laut und luise" in Planten un Blomen den Kindertag der Musik. Alle Kinder ab zwei Jahren sind dazu eingeladen, von 13 bis 18 Uhr rund um den Musikpavillon afrikanisch zu trommeln und gemeinsam zu tanzen. Auf verschiedenen Bühnen gibt es zudem ein buntes Musikprogramm aus Klanginstallationen, Jazz, Opern und Kinderliedern. Der Höhepunkt ist das größte Gemüseorchester der Welt. Jeder, der sein eigenes Gemüseinstrument mitbringt, wird ab 15.45 Uhr von Zauberer Nico Valentino höchstpersönlich dirigiert. Einzige Bedingung: Das Instrument muss aus frischem Gemüse sein, damit es seinen vollen Klang entwickeln kann. Davon abgesehen sind dem Erfindungsreichtum keine Grenzen gesetzt. Ob Paprikatrompete oder Karotten-Piccolo - die Hauptsache ist, dass sich das Ergebnis nachher hören lassen kann, denn so was funktioniert tatsächlich. Hilfreich sind eine Bohrmaschine und elterliche Hilfe. Wer's sich immer noch nicht vorstellen kann, findet Inspirationen und Bauanleitungen unter www.kinderkinder.de .

Selbst wenn das Wetter doch nicht mitspielt, gibt es immer noch genug Aussichten auf Musik im Trockenen. Der Hammer Kinderchor "Groß und Klein" lässt am Sonnabend im Studiosaal der SängerAkademie "Die Kleinen Leute von Hamm" aus ihrem Leben singen. Zuhörer ab drei Jahren sind herzlich willkommen.

Wer sich lieber an die Vertonung Grimmscher Märchen hält, kann "Die Bremer Stadtmusikanten" in neuem Gewand erleben. Die Flucht von Hahn, Katze, Hund und Esel, die wegen ihres Alters getötet werden sollen und sich deswegen zusammentun, wird diesen Sonntag von der Liberalen Jüdischen Gemeinde für Kinder ab vier Jahren als Musical inszeniert. Wer zwischendurch partout nichts mehr von Musik hören will oder Abwechslung braucht, kann den einst umjubelten Artistinnen Yvonne und Marie-Louise im Fundus Theater dabei zusehen, wie sie auf die Rückkehr ihres heiß geliebten Zirkusdirektors Ernest warten. Zwar sind beide längst viel zu alt für Trapez und Hochseil, das hindert sie allerdings nicht daran, Manege und Ernests Herz zurückerobern zu wollen. Für Zuschauer ab neun Jahren feiert "Ernest oder wie man ihn vergisst" von der Theatergruppe "kirschkern & Compes" am Sonnabend Premiere.

laut und leise So 19.6., 13.00 - 18.00, Musikpavillon in Planten un Blomen (S Dammtor), Marseiller Straße, Eintritt frei, ab 2 J.

Die kleinen Leute von Hamm Sa 18.6., 17.00, Studiosaal der SängerAkademie (U Rauhes Haus), Eiffestraße 664, Eintritt 5,-, ab 3 J.

Die Bremer Stadtmusikanten So 19.6., 15.00, Kulturhaus KulturA (S Allermöhe), Otto-Grot-Straße 90, Eintritt 3,-, ab 4 J.

Ernest oder wie man ihn vergisst Sa 18.6., 18.00, Fundus Theater (S Landwehr), Hasselbrookstraße 25, Karten 5,- (Kinder), 6,- (Erwachsene), ab 9 J.