Sachbuch

"Deutschland erfindet sich neu": Antworten auf Sarrazin

In einem Buch fordert ein Kollektiv von Autoren mit Migrationshintergrund das Ende des "neuen Rassismus", wie Thilo Sarrazin ihn propagiere.

Berlin. Mit seinem umstrittenen Buch „Deutschland schafft sich ab“ steht der frühere Bundesbanker Thilo Sarrazin seit Monaten auf den Bestsellerlisten. Mit dem Sammelband „Manifest der Vielen“ gehen jetzt rund 30 profilierte Autoren mit Migrationshintergrund dagegen auf die Barrikaden.

Am Donnerstagabend stellten sie das von der Publizistin Hilal Sezgin herausgegebene Buch in Berlin vor. „Um sich nicht abzuschaffen, muss Deutschland sich neu erfinden“, sagen die Autoren und fordern ein Ende des „neuen Rassismus“.

Schützenhilfe gibt es vom Feuilletonchef der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, Patrick Bahners, der mit seiner Streitschrift „Die Panikmacher“ für Aufsehen sorgt. Er wendet sich darin gegen Autoren wie Sarrazin, Necla Kelek oder Henryk M. Broder und wirft ihnen vor, den Islam zu einer Gefahr für das christlich-jüdische Abendland hochzustilisieren.