"Star Quiz"

Kai Pflaume: "Fernsehmacher haben Verantwortung"

Der "Star Quiz"-Moderator im Gespräch über wichtige Karriereschritte, seinen ersten Auftritt in der ARD vor 20 Jahren und schönes Fernsehen

Hamburg. Premiere für Kai Pflaume: In der neuen Ausgabe der Rateshow "Star Quiz" gibt der 43-Jährige am 27. Januar sein Debüt als Moderator im Ersten. Pflaume, der Traum angeblich aller Schwiegermütter und seit Jahren eines der wichtigsten Gesichter des Privatsenders Sat.1, wurde von der ARD als Nachfolger für den zum ZDF gewechselten Jörg Pilawa angeheuert. Auf Sat.1 ist er im März in einer neuen Staffel seiner Kuppelshow "Nur die Liebe zählt" zu sehen.

Hamburger Abendblatt: Herr Pflaume, vor ziemlich genau 20 Jahren hatten Sie als Kandidat in der ARD-Flirtshow "Herzblatt" Ihren ersten Fernsehauftritt, jetzt kehren Sie ins Erste zurück ...

Kai Pflaume: Ja, ist das nicht schön? Das sind diese kleinen Zufälle, die das Leben so parat hat. Es war ja auch die positive Erfahrung bei "Herzblatt", die mich damals auf die Idee brachte, vielleicht selber was in Richtung Fernsehkarriere auszuprobieren.

Im Ersten sollen Sie dieses Jahr fünf Ausgaben des "Star Quiz" moderieren, außerdem eine weitere Primetimeshow. Wollen Sie überdies vielleicht auch noch das Vorabendquiz übernehmen?

Pflaume: Nein, das ist überhaupt kein Thema. Im März wird es eine neue große Familienshow mit mir geben - aber es wird kein Quiz und keine Castingshow sein. Mein Fokus liegt ganz eindeutig auf der klassischen Abendunterhaltung, der großen Familienshow.

Sie haben Ihren Schritt zur ARD als den wichtigsten in Ihrer Fernsehkarriere bezeichnet. Was ist so einschneidend?

Pflaume: Die ARD ist der größte Senderverbund in Deutschland, damit ist auch eine große Aufmerksamkeit verbunden - sehen Sie sich doch alleine mal an, welche Resonanz es auf die Meldung gab, dass ich das "Star Quiz" moderiere. Ich gehe da einen viel beobachteten Schritt.

Waren Sie mit den Perspektiven, die Sat.1 Ihnen geboten hat, nicht mehr zufrieden?

Pflaume: Da geht es nicht um zufrieden oder unzufrieden. Manchmal hat man zwei gute Möglichkeiten und entscheidet sich für die bessere.

Sie sagten, Sie wollen schönes Fernsehen machen. Was heißt das für Sie?

Pflaume: Schönes Fernsehen ist Fernsehen, in dem man seinen Gästen mit Respekt und Verantwortung begegnet, statt Menschen zu kompromittieren und vorzuführen.

Also das Gegenteil der Dschungelshow von RTL ...

Pflaume: Das haben jetzt Sie gesagt. Ich habe eine eigene Vorstellung vom Fernsehen, bestimmte Sendungen schaue ich nicht. Ich finde, dass Fernsehmacher Verantwortung haben, was sie im Programm präsentieren. Natürlich hat der Zuschauer mit der Fernbedienung eine gewisse Macht, über das Programm zu entscheiden. Ich glaube aber nicht, dass man dem Zuschauer diese Verantwortung ganz alleine überlassen sollte.

"Star Quiz" mit Kai Pflaume: Do 27.1., ARD 20.15