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Der Reinhold-Schünzel-Preis

Das Cinefest beginnt mit der Verleihung des Reinhold-Schünzel-Preises, der in diesem Jahr an die Filmhistorikerin Heide Schlüpmann, Autorin des Buches "Die Unheimlichkeit des Blicks. Das Drama des frühen deutschen Kinos", geht.

Reinhold Schünzel, 1888 in Hamburg geboren, 1954 in München gestorben, machte zunächst als Schauspieler, später vor allem aber als Drehbuchautor und Regisseur von sich reden. Mit großem Erfolg drehte er in den 30er-Jahren ungemein witzige Komödien und adaptierte Operetten. Am bekanntesten ist die Rollentausch-Komödie "Viktor und Viktoria" (1933), von der Blake Edwards später ein Remake drehte. 1988 widmete Cinegraph, das "Hamburgische Centrum für Filmforschung", Schünzel einen eigenen Kongress.

Der nach ihm benannte Ehrenpreis wird seit 2004 für "langjährige Verdienste um die Pflege, Wahrung und Verbreitung des deutschen Filmerbes an eine oder mehrere Personen" verliehen. Im vergangenen Jahr ging die Auszeichnung an den Berliner Filmkritiker Volker Baer.