Das Lead-Awards-Symposium

Die Macht der starken Worte und Bilder

Foto: Roland Magunia

"So kreativ! So relevant! So nachhaltig": In den Deichtorhallen setzt ein Experten-Symposium mit Künstlern und Chefredakteuren drei Ausrufezeichen.

Hamburg. Der Untertitel des Lead-Awards-Symposiums ist Programm und Provokation zugleich: "So kreativ! So relevant! So nachhaltig!" Drei selbstsichere Ausrufezeichen hinter drei Begriffen, zu denen die Medienbranche in letzter Zeit mehr Fragen als Antworten zu haben scheint. Einen Tag lang wird es in den Deichtorhallen darum gehen, wer in diesen Zeiten noch an Kommunikation, Design und Medien glaubt.

Den Eröffnungsvortrag hält ein österreichischer Künstler, der für seinen hintersinnig-anarchischen Humor berühmt ist: Erwin Wurm macht sich um 10 Uhr über "Kunst frisst Kommerz" und die Umkehrung der Mittel durch diesen Prozess Gedanken.

Um 10.45 Uhr folgt die erste Podiumsdiskussion: "Aus / Stop / Retour. Wo ist der Ausweg nur?", womöglich ein Abgesang auf klassische Werbe-Formen. Es kondolieren möglicherweise Guido Heffels (Heimat, Berlin), Stefan Kolle (Kolle Rebbe, Hamburg) und Alexander Schill (Serviceplan).

Der Star-Fotograf Peter Lindbergh thematisiert um 11.45 Uhr die Fotografie als "Bewahrerin des Schönen". Über den Erfolgsdruck des gedruckten Worts sprechen 30 Minuten später Veronika Illmer (Art-Direktion "Bild" / "Bild am Sonntag"), Constantin Rothenburg ("Quality") und Donald Schneider (Art-Direktor "Stern").

Das Internet ist nicht nur Informationsmedium, es kann auch so investigativ genutzt werden, wie es die Non-Profit-Organisation "Wikileaks" seit 2006 tut. Ihr Sprecher Daniel Schmitt berichtet um 13.15 Uhr über den "Alarm per Mausklick". Der Wirtschaftswissenschaftler Meinhard Miegel wendet ab 14 Uhr seine These vom "Wohlstand ohne Wachstum" auch auf die Perspektiven der Medienbranche an.

Traditioneller Abschluss des Tagesprogramms ist die Chefredakteursrunde, die um 14.45 Uhr beginnt. Diesmal steht sie unter der Überschrift "Am goldenen Fluss", es geht um die These "Die Brücke von Print zu Online heißt Kreativität". Das Podium ist entsprechend prominent besetzt, es diskutieren "Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo, Mathias Müller von Blumencron, Chefredakteur beim "Spiegel", und Dominik Wichmann, der Chef des "SZ Magazins" der "Süddeutschen Zeitung".

Symposium : heute, 10-15.30 Uhr, Eintritt 25 Euro, erm. 12,50 Euro

Informationen : www.leadawards.de