Was bleibt

Das gute Ende der DDR

Was ist geblieben von der DDR außer Sandmännchen und grünem Pfeil? Es gibt einige Erfolgsstorys aus dem Osten.

Rotkäppchen-Sekt ist Marktführer in Deutschland. Das Unternehmen aus Freyburg an der Unstrut (Sachsen-Anhalt) produzierte zu DDR-Zeiten als VEB 15 Millionen Flaschen im Jahr, inzwischen sind es fast 200 Millionen. Zum Konzern, der heute Rotkäppchen-Mumm heißt, gehören die Marken Mumm, MM Extra, Chantré, Mariacron und Eckes Edelkirsch. Am Freitag übernahm das Unternehmen den westdeutschen Markenwein-Spezialisten Blanchet (10,6 Millionen Flaschen).

Die Spreewaldgurke aus Brandenburg war nach der Wende ohne Unterbrechung weiter erhältlich. Ein EU-Siegel schützt die Produkte aus der Region. In diesem Jahr gab es mit mehr als 40 000 Tonnen eine Rekordernte.

Die Halloren AG ist die älteste Schokoladenfabrik Deutschlands. Der Hersteller von Pralinen und Süßwaren aus Halle an der Saale hat sich kleinere Firmen einverleibt und fertigt sogar für Mövenpick. Der Umsatz soll in diesem Jahr um 42 Prozent auf 54 Millionen Euro steigen.

Anders als Trabant und Wartburg fertigt Multicar in Waltershausen (Thüringen) bis heute Kraftfahrzeuge. Der Spezialist für Klein- und Spezialtransporter ist eine Tochter der Hako-Werke aus Bad Oldesloe. Zur Produktpalette zählt auch das Spezialfahrzeug Mungo für die Bundeswehr.

Die Thüringer Porzellanfabrik Kahla gehört zu den Marktführern. Bislang hat das Unternehmen 67 Designpreise gewonnen. 1993 hatte Kahla Konkurs angemeldet, seit der frühere Rosenthal-Manager Günther Raithel 1994 die Firma übernahm, wächst sie beständig.

Die Zigarettenmarke f6 liegt in den neuen Bundesländern immer noch auf Platz zwei der Marktanteile. Die Fabrik in Dresden gehört heute zu Altria (Philip Morris).

Und das DDR- Fernsehballett , das bekannteste Showballett Europas, tanzt noch immer - heute als "MDR Deutsches Fernsehballett". Die GmbH macht seit 1966 Gewinn.