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Geschichte über „Mutter Natur“ erhält den ersten Preis

Sechstklässlerin Minu Böhme vom Gymnasium Kaiser-Friedrich-Ufer gewinnt den Schreibwettbewerb der Hamburger Märchentage 2019

„Wer schreibt das beste Märchen?“, fragte das Hamburger Abendblatt Anfang November 2019 und rief Schüler der 5. und 6. Klassen der Stadt dazu auf, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen beim Erfinden einer Geschichte. Für den Schreibwettbewerb der 16. Hamburger Märchentage hatte der Verein Hamburger Märchentage das Thema „Märchen aus Skandinavien – Norwegen“ mit dem Motto „Übers Nordmeer zum Reich der Trolle“ ausgesucht.

Minu Böhme aus der Klasse 6e vom Gymnasium Kaiser-Friedrich-Ufer in Eimsbüttel machte das Rennen unter den Einsendungen von 402 Mädchen und 275 Jungen, ihr Sieger-Märchen heißt „Mutter Natur“. Darin suchen drei charakterlich sehr unterschiedliche Königssöhne in Norwegen nach einer Heilpflanze für ihren kranken Vater. Diese ist schwierig zu finden, weil in der zerstörten Umwelt nur noch wenige Pflanzen wachsen. Wie es sich für ein Märchen gehört, müssen Aufgaben gelöst werden und der schlauste Prinz rettet eine Prinzessin.

Theater- und Büchergutschein sowie Schreibwerkstatt

Am 4. Juni erfuhr Minu Böhme von ihrem Erfolg und bekam im Büro des Schulleiters Arne Wolter den 1. Preis samt Urkunde – einen Gutschein für das Thalia Theater, die Teilnahme an einer Schreibwerkstatt und einen Büchergutschein. „Du bist die Beste in ganz Hamburg“, sagte Wolter, „ich bin sehr stolz auf deine Leistung und freue mich, dass dir nun eine besondere Ehre zuteil wird.“

Heike Grunewald, Vorsitzende Hamburger Märchentage e. V., die vor 17 Jahren das Projekt Hamburger Märchentage entwickelt hat, begründete, warum den Juroren Sybil Gräfin Schönfeld (Autorin), Helmut Peters (Journalist und Autor), Schüler Moritz Twesten, Sieger des vorjährigen Wettbewerbs, Sabine Tesche (Redakteurin beim Abendblatt) und ihr selbst Minus Märchen so gut gefällt: „Du hast klassische Elemente integriert, die zu jedem Märchen gehören, aber besonders gelungen ist die Heraushebung von Tugenden und wichtigen Werten wie Dankbarkeit, Bescheidenheit und Mut und du hast den Bogen geschlagen zum aktuellen Thema Naturschutz und Umweltverschmutzung. Es gibt tolle Dialoge, die Geschichte ist witzig und spannend.“

Minu liest viel und hört gern Hörspiele

Der Sechstklässlerin, die erst an dem Tag über ihren Hamburger Spitzenerfolg informiert wurde, war die Überraschung noch anzumerken: „Ich hab zuerst nicht geglaubt, dass das wahr ist“, sagte die Elfjährige, die gern Schauspielerin oder Autorin werden möchte. „Ich hatte gar nichts erwartet, es hat mir einfach Spaß gemacht, das Märchen zu schreiben.“ Minus Eltern, die Illustratorin Stefanie Böhme und der Gastronom und Musiker Ommid Jahedi, freuen sich sehr mit ihrer kreativen Tochter. Sie gehen gern zusammen in die Bibliothek, Minu lese viel, aber am liebsten höre sie Hörspiele.

Im Unterricht lernten die Schüler am Kaifu-Gymnasium, welche Merkmale Märchen haben, der Schreibwettbewerb ist nicht nur in dieser Schule seit Jahren ein Dauerbrenner bei der Leistungsförderung. Heike Grunewald ist begeistert von der hohen Beteiligung: „Ich freue mich sehr über die tollen Zusendungen, wir haben wieder Rekordzahlen: im Hinblick auf die Beteiligung von 81 Klassen – und mit 116 Teamarbeiten. Deshalb gibt es in diesem Jahr einen zusätzlichen Preis für Schreibkooperationen.“

Siegergeschichte wird bei Märchen im Michel vorgelesen

Weitere Preise werden noch an junge Märchenschreiber für die Plätze bis 20 vergeben, diese Schülerinnen und Schüler werden in den nächsten Tagen informiert.

Das Siegermärchen wird traditionell bei der Hamburger-Abendblatt-Veranstaltung „Märchen im Michel“ im Dezember vorgelesen und in der Zeitung abgedruckt. Denn der Verein „Hamburger Abendblatt hilft“ mit seiner Initiative „Kinder helfen Kindern“ gehört zu den Hauptsponsoren der Hamburger Märchentage.

Die 17. Hamburger Märchentage sollen in diesem Jahr in der Zeit vom 5. bis 13. November mit „Märchen von Wünschen, Glück und Zuversicht“ in Hamburgs Schulen, kulturelle Einrichtungen und Wohnunterkünfte kommen. Im Anschluss startet der neue Märchen-Schreibwettbewerb unter dem Motto „Auf der Suche nach dem Winterglück“, Einsendeschluss 17. Januar 2021.