Wandsbek

Französische und argentinische Lieder auf Poppenbüttels Ritterburg

Foto: Andreas Laible / HA / A.Laible

Die Poppenbütteler Burgherren laden zum Konzert auf den Henneberg. Der Eintritt ist frei, weil die kommerzielle Nutzung der denkmalgeschützten Burg verboten ist.

Poppenbüttel. Die Herren der mit 40 Quadratmetern Wohnfläche mutmaßlich kleinsten Ritterburg der Welt laden zum Konzert ein: Die französische Pianistin Anaïs Crestin und die deutsche Sopranistin Sophie Klussmann bringen Lieder von Schubert, Bizet, Brahms und Gustavino an die Poppenbütteler Schleuse (Marinehof 8).

Ihre drei Konzerte am 30. und 31. Januar sowie am 1. Februar sind eingebettet ins deutsch-französische Kulturfestival. Der Eintritt ist frei, Spenden an die Stiftung zum Erhalt der denkmalgeschützten Burg von 1887 sind erwünscht.

Anmeldungen im Internet auf www.burg-henneberg.de, per Mail an info@burg-henneberg.de oder per Telefon unter 0170 / 999 5432 sind wegen der begrenzten Teilnehmerzahl erforderlich.

Die Burg ist ein Miniaturnachbau des thüringischen Familienstammsitzes der Hennebergs im Maßstab 1:4.

Der Alstertaler Familienzweig um Clanchef Albrecht Henneberg, der sich um 1850 im großen Stil Ländereien zum „Marienhof“ zusammengekauft hatte, baute die Miniburg als Highlight für Feste in seinem englischen Garten.

Um 1910 war es mit der Landwirtschaft im Alstertal vorbei. Die Hennebergs selbst beteiligten sich an der 1912 gegründeten „Alstertal-Terrain Aktiengesellschaft (Atag), deren Zweck die Parzellierung landwirtschaftlicher Flächen für den Siedlungsbau war. Die Burg fiel in Tiefschlaf.

Im letzten Jahr kauften Miriam und Helge Hager die Burg und überführten sie in eine gemeinnützige Stiftung, um sie für öffentliche Veranstaltungen nutzen und mit Hilfe von Spenden sanieren zu können.