Kolumne

Kopf gehoben, in die Ferne geblickt und losgerollt

Sabine Tesche
Sabine Tesche

Sabine Tesche

Foto: Andreas Laible

Claudia Möller hat Multiple Sklerose. Mit viel Willenskraft hat sie aus ihrer Lebenskrise herausgefunden. Eine echte Mutmacherin!

Es gibt Menschen, die können einen mit ihrer positiven Ausstrahlung und ihrer guten Laune richtig anstecken. So eine Person ist Claudia Möller, die seit 21 Jahren Multiple Sklerose (MS) hat, seit 14 Jahren im Rollstuhl sitzt, eine richtig schreckliche Trennung hinter sich hat – und sich dennoch nicht unterkriegen lässt. Die 44-Jährige hat einen Weg aus ihrer tiefen Lebenskrise gefunden, indem sie irgendwann den Kopf gehoben, in die Ferne geblickt und herausgefunden hat, was trotz ihres Handicaps noch alles möglich ist. Dazu gehört Mut und sehr viel Willenskraft, denn MS ist eine tückische Krankheit, die bei ihr leider progressiv verläuft. Aber Möllers Motto scheint zu sein: Wenn nicht jetzt, wann dann?

Sie empfindet sogar Hamburg als sehr inklusiv und freut sich über viel Barrierefreiheit im öffentlichen Bereich. Das würden nicht alle Rollstuhlfahrer so unterschreiben, aber von Möllers Gesichtspunkt aus ist es stimmig. Denn sie hat lange in einem Dorf gewohnt, in dem es keinen Aufzug zur Bahn gab, keinen Supermarkt, keine anderen Rollifahrerinnen. Ihre Sicht der Dinge ist spannend – und zu hören im Podcast https://www.abendblatt.de/podcast/von-mensch-zu-mensch/