Kolumne

Liebe Leserinnen, liebe Leser

„Kinder sollten mehr spielen, als viele Kinder es heutzutage tun. Denn wenn man genügend spielt, solange man klein ist, dann trägt man Schätze mit sich herum, aus denen man später sein ganzes Leben lang schöpfen kann.“ Das hat Astrid Lindgren gesagt. Ich stimme zu. Kinder brauchen Raum zum Spielen, zur Auseinandersetzung, zum Entspannen. Räume, die in einer Metropole zunehmend fehlen. Um so wichtiger ist es, dass es die Hamburger Spielhäuser gibt. Kleine Häuser mit großen Grünflächen und Spielplätzen drum herum, die alle Kinder besuchen können, ohne irgendwelche Formalitäten erfüllen zu müssen.

Es sind Orte, an denen immer jemand da ist. Einrichtungen, die Integration und das Miteinander fördern. Für die Eltern bedeuten die Spielhäuser Entlastung durch flexible Kinderbetreuung, für die Kinder Freiraum, Spaß, Entfaltung und Geborgenheit. Doch die Behörden sparen. Und ohne helfende Hände werden einige dieser Häuser ihre Pforten schließen müssen. Das aber wäre fatal. Weil wir Orte wie diese brauchen, in denen es um Offenheit und Freiwilligkeit, soziale Vielfalt und gegenseitige Wertschätzung geht. Oder einfacher gesagt: um eine gute Kindheit.