Polizei Hamburg

Polizei warnt vor Giftködern – zwei Hunde bereits gestorben

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Die Polizei Hamburg hat mögliche Giftköder entdeckt. Jetzt wird untersucht, ob zwei Hunde daran gestorben sind (Symbolbild).

Die Polizei Hamburg hat mögliche Giftköder entdeckt. Jetzt wird untersucht, ob zwei Hunde daran gestorben sind (Symbolbild).

Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Stefan Sauer

In der Boberger Niederung wurden mehrere Köder entdeckt. Nach einer verdächtigen Beobachtung sucht die Polizei jetzt nach Zeugen.

Hamburg. In Hamburg-Billwerder sind zwei Hunde mutmaßlich durch Gift-Köder getötet worden. Wie die Polizei bereits am Sonnabend berichtete, hatte sie am Wochenende in der Boberger Niederung mutmaßliche Giftköder entdeckt und sichergestellt.

Nachdem am Sonnabend ein Hund nach einem Spaziergang Vergiftungserscheinungen gezeigt hatte und verstorben war, wurde der Polizei am Montag ein weiterer Fall bekannt. Ein Mann meldete sich bei den Beamten und berichtete, dass seine Frau mit ihrem Hund am Freitag auf dem Walter-Hammer-Weg spazieren gegangen sei. Der Hund hatte Kontakt mit einem mutmaßlichen Giftköder und starb noch während des Spaziergangs.

Am selben Tag trafen Beamte dann auf eine weitere Hundehalterin, deren Vierbeiner möglicherweise ebenfalls Kontakt mit einem vergifteten Köder hatte. Der Hund hatte sich offenbar erbrochen, sich dann aber wieder von der Vergiftung erholt. Ein Köder wurde aufgefunden und sichergestellt.

Giftköder: Polizei Hamburg sucht schwarz gekleideten Radfahrer

Erste Hinweise gibt möglicherweise eine Beobachtung, die eine 30-jährige Hundebesitzerin am Freitag auf dem Walter-Hammer-Weg gemacht hat. Sie war dort nachmittags mit ihren Hunden unterwegs und bemerkte einen Radfahrer, der an seinem Fahrrad herumhantierte. Als die Hunde auf ihn zuliefen, fuhr er schnell davon. Dort, wo er vorher gestanden hatte, fand die Frau einen mutmaßlichen Giftköder. Ihre Hunde hatten damit offenbar Kontakt gehabt, sich aber nicht daran verletzt. Sie nahm den Köder mit und meldete ihren Verdacht der Polizei.

Der möglicherweise mit der Ablage des Köders im Zusammenhang stehende Mann war mit einem schwarzen Fahrrad unterwegs und hatte auf dem Gepäckträger einen dunklen Klappkorb (gegebenenfalls zweifarbig in grau und schwarz) dabei.

Der Radfahrer wird folgendermaßen beschrieben:

  • 40 bis 60 Jahre alt
  • circa 190 cm groß
  • schlanke Figur
  • schwarz gekleidet
  • gelbe Socken
  • schwarze Mütze

Zeugen, die Hinweise geben können, werden gebeten, sich beim Hinweistelefon der Polizei Hamburg unter der Rufnummer 040/ 4286-56789 oder an einer Polizeidienststelle zu melden.

Die beiden toten Hunde und die sichergestellten Köder werden jetzt im Institut für Hygiene und Umwelt untersucht. Abschließende Ergebnisse liegen noch nicht vor. Die Polizei bittet alle Hundehalter in dem Gebiet weiterhin um erhöhte Wachsamkeit.

( cw )

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