Polizei Hamburg

Achtung: Giftköder in Boberger Niederung gefunden

| Lesedauer: 2 Minuten
Beliebtes Naherholungsgebiet: Die Boberger Niederung ist offenbar Ziel eines Hundehassers geworden.

Beliebtes Naherholungsgebiet: Die Boberger Niederung ist offenbar Ziel eines Hundehassers geworden.

Foto: Ulf-Peter Busse

Ein Hund ist bereits am Sonnabend gestorben. Unbekannte haben vergiftete Hackbällchen rund um den Baggersee ausgelegt.

Hamburg. Die Polizei Hamburg rät dringend dazu, Hunde beim Spaziergang im Naturschutzgebiet Boberger Niederung an der kurzen Leine zu führen. Im Umfeld der Wanderwege rund um den Baggersee im östlichen Teil des Areals wurden offenbar etliche vergiftete Köder aus gekochtem Hack ausgelegt.

Zwar haben mehrere Streifenwagenbesatzungen das Areal Sonnabendvormittag abgesucht und viele Hackbällchen eingesammelt. Ob aber noch weitere Giftköder im Unterholz liegen, ist unklar.

Polizei Hamburg warnt Hundehalter: Unbekannte haben Giftköder ausgelegt

Auslöser der Suche war ein Tierdrama am Morgen: Beim Spaziergang durch die Boberger Niederung bemerkte eine 71-jährige Frau aus Billwerder zwar noch, dass ihr Hund etwas Undefinierbares am Wegesrand gefunden hatte – und zog es ihm sofort aus dem Maul. Aber da es war bereits zu spät: Das Tier verhielt sich immer apathischer und starb noch bevor die Frau samt Hund wieder zu Hause am Billwerder Billdeich eingetroffen war.

Der Vorfall ereignete sich südlich des Baggersees. Die 71-Jährige war vom Kreisverkehr Billwerder Billdeich/Mittlerer Landweg ins Naturschutzgebiet gekommen und hatte von dort den Baggersee angesteuert. Als die Polizisten die Wanderwege rund um das Gewässer abschritten, fanden sie weitere Hackbällchen. Die Spur zog sich bis über den Walter-Hammer-Weg im Norden des Gewässers in Richtung Mümmelmannsberg. Die Fundstücke wurden zur Analyse ins Hygieneinstitut gebracht. Auch der Hund wird untersucht.

Keine Sperrung der gesamten Boberger Niederung

Ergebnisse gibt es bisher noch nicht. Die für Tierschutz- und Umweltvergehen zuständige Wasserschutzpolizei geht aber davon aus, dass es sich um Giftköder handelt. An den Wanderwegen im Naturschutzgebiet wurden Warnschilder aufgestellt. Von einer Sperrung der gesamten Boberger Niederung wurde zunächst abgesehen. Wie weiter vorgegangen wird, hängst vom Ergebnis der Untersuchungen ab. Zeugen, die am Freitag oder Sonnabend früh Verdächtiges beobachtet haben, melden sich bei der Polizei: 040/428 65 43 10.

( upb )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Bergedorf