Bramfeld

Polizei Hamburg sucht mit Phantombild nach Juwelier-Räuber

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Ein Zeuge hatte den Täter nach dem bewaffneten Raubüberfall in Bramfeld auf der Flucht ohne Maske gesehen. Polizei hofft auf Hinweise.

Hamburg. Er war – vermummt mit einer hellen Latexmaske – in das Juweliergeschäft in Hamburg-Bramfeld gestürmt, hatte den Inhaber mit einer Schusswaffe bedroht, ihn mit Reizgas verletzt und war mit seiner Beute geflüchtet: Nun fahndet die Polizei mit einem Phantombild nach dem bislang unbekannten Täter, der den Juwelier an der Bramfelder Chaussee am 19. Juni 2020 überfallen hat.

Der Mann mit dem kurzen Vollbart hatte um 9.05 Uhr unter Vorhalt einer Schusswaffe das Geschäft betreten, wie Polizeisprecherin Evi Theodoridou am Donnerstag sagte. Er forderte den 50-jährigen Juwelier auf, ihm Schmuck herauszugeben. Im Verlauf kam es jedoch zu einer körperlichen Auseinandersetzung, bei der der Räuber den Inhaber mit Reizgas besprühte.

Raubüberfall auf Juwelier: Täter verletzt Inhaber

Anschließend griff sich der Täter den Schmuck, stopfte diesen teilweise in einen Rucksack und flüchtete anschließend auf der Bramfelder Chaussee stadtauswärts. Der Juwelier nahm noch die Verfolgung auf und holte den flüchtigen Täter in Höhe der Anderheitsallee ein. Dort besprühte der Mann den 50-Jährigen erneut mit Reizgas.

Dennoch gelang es dem Juwelier, dem Täter den Rucksack zu entreißen. Der setzte seine Flucht in der Anderheitsallee in Richtung Friedhof Ohlsdorf fort. Der Juwelier erlitt bei dem Überfall damals eine leichte Verletzung am Hinterkopf und musste ambulant in einem Krankenhaus behandelt werden.

Zeuge sieht Täter ohne Maske und ermöglicht Phantombild

Das Landeskriminalamt für die Region Nord hat die Ermittlungen übernommen. Theodoridou: Gemeinsam mit einem Zeugen, der den Täter auf seiner Flucht unmaskiert gesehen hat, gelang es, ein Phantombild anzufertigen. Die Hamburger Staatsanwaltschaft erwirkte nun beim Amtsgericht einen Beschluss zur Veröffentlichung des Bildes.

Raubüberfall auf Juwelier: So wird der Täter beschrieben:

  • 1,70 bis 1,85 Meter groß
  • 35 bis 40 Jahre alt
  • normale Statur
  • südeuropäisches Erscheinungsbild
  • kurzer schwarzer Vollbart
  • dunkle kurze Haare
  • bekleidet mit blauer Jeans, blauschwarzem Kapuzenpullover und schwarzen Schuhen
  • trug während der Tat eine helle Latexmaske

Zeugen, die die abgebildete Person erkennen oder weitere Hinweise zu dem Sachverhalt geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 040/ 4286-56789 oder bei einer Polizeidienststelle zu melden.

( coe )

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