Heiligengeistfeld

Problemlose Entschärfung von Weltkriegsbombe auf St. Pauli

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Hamburg: Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes erkunden das Gelände auf dem Heiligengeistfeld, wo am Dienstag eine 500 Pfund schwere Fliegerbombe gefunden wurde.

Hamburg: Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes erkunden das Gelände auf dem Heiligengeistfeld, wo am Dienstag eine 500 Pfund schwere Fliegerbombe gefunden wurde.

Foto: Bodo Marks / dpa

Rund 1600 Menschen mussten während des Einsatzes ihre Wohnungen verlassen. Unterbringung der Menschen war schwierig.

Hamburg. Die Entschärfung einer britischen Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Hamburger Stadtteil St. Pauli ist ohne besondere Vorkommnisse verlaufen. „Der Kampfmittelräumdienst hat den Zünder der Bombe planmäßig und ohne Probleme sprengen können“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Donnerstag.

Rund 1600 Menschen in einem Umkreis von 300 Metern um den Fundort auf dem Heiligengeistfeld mussten während des Einsatzes am Mittwochabend ihre Wohnungen verlassen. Kurz nach der Sprengung gegen 22.30 Uhr konnten alle wieder nach Hause zurückkehren. Auch alle Straßensperrungen wurden wieder aufgehoben. Etwa 400 Kräfte von Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und Bezirksamt waren im Einsatz.

Fliegerbombe: Unterbringung der Menschen schwierig

Aufgrund der Corona-Pandemie war die Unterbringung der Menschen schwierig. Einige Anwohner wurden in einer Messehalle untergebracht. „Hier konnte eine Betreuung unter Corona-Bedingungen mit ausreichend Abstand und idealen Hygienebedingungen sichergestellt werden“, schrieb die Feuerwehr auf Twitter.

Bei Sondierungsarbeiten war am Mittwochnachmittag eine 500 Pfund schwere britische Fliegerbombe auf dem Heiligengeistfeld entdeckt worden. Der Sprengmeister hatte einen Evakuierungsradius von 300 Metern und einen Warnradius von 500 Metern festgelegt.

Entschärfung nach erfolgreicher Evakuierung

Das bedeutete, dass umfangreichere Maßnahmen nötig waren. Innerhalb des Evakuierungsradius sind laut Feuerwehrsprecher Martin Schneider rund 1600 Menschen gemeldet – diese coronakonform aus ihren Wohnungen zu geleiten und in eine kurzfristig aufgebaute Notunterkunft in einer der nicht belegten Messehallen zu bringen, sei in diesem Fall eine mindestens ebenso große Herausforderung wie die eigentliche Entschärfung.

Weil es sich um eine Bombe mit einem mechanischen Zünder handelte, galt diese als vergleichsweise einfach zu entschärfen. Die Entschärfung begann um 21.45 Uhr. Um 22.44 war die Entschärfung beendet. Die Sperrungen wurden nach und nach aufgehoben.

Sperrungen wegen Entschärfung der Bombe

Der Straßen- Bus- und Schienenverkehr war zuvor um 20.30 Uhr eingestellt worden. Die Hochbahn meldete per Twitter um 20.30 Uhr, dass die Linie U3 zwischen Schlump und Baumwall unterbrochen und durch einen Ersatzverkehr mit Bussen ersetzt wird.

( HA/dpa )

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