Eilbek

86-Jährige stellt Trickbetrüger-Pärchen eine Falle

| Lesedauer: 3 Minuten
Hamburg-Eilbek: Ein Trickbetrüger-Pärchen hat versucht, eine 86 Jahre alte Hamburgerin um ihre Ersparnisse zu bringen (Symbolfoto).

Hamburg-Eilbek: Ein Trickbetrüger-Pärchen hat versucht, eine 86 Jahre alte Hamburgerin um ihre Ersparnisse zu bringen (Symbolfoto).

Foto: picture alliance

Duo hat mit dem Falschgeld-Trick versucht, eine Hamburgerin um ihre Ersparnisse zu bringen. Das ging aber gründlich schief.

Hamburg. Sie gaben sich als Bankangestellte aus und versuchten, eine 86 Jahre alte Hamburgerin um ihre Ersparnisse zu bringen. Doch dabei hatte ein Trickbetrüger-Pärchen nicht mit der Cleverness der Rentnerin gerechnet. Nun wurden die 36 Jahre alte Frau und ihr mutmaßlicher Komplize (49) vorläufig festgenommen, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte.

Das Pärchen soll versucht haben, mit der Falschgeld-Masche an das Vermögen der 86-jährigen Eilbekerin zu kommen. Dabei gab sich die Betrügerin als Angestellte eines Kreditinstituts aus und behauptete, dass gefälschte Noten im Umlauf seien und dass eine andere Mitarbeiterin der Bank darin verwickelt sei. Diese solle mit Hilfe der Rentnerin überführt werden. Dazu sollte die ältere Dame der angeblichen Bankangestellten Geld übergeben.

Lesen Sie auch:

Doch die 86-Jährige ahnte, dass sie betrogen werden sollte und stellte den Trickbetrügern zusammen mit der Polizei eine Falle. Bei der vereinbarten Geldübergabe warteten schon die Fahnder auf die Täterin. Ihr mutmaßlicher Komplize, der sich in verdächtiger Weise in der Nähe des Tatorts aufhielt, wurde ebenfalls festgenommen, später allerdings wieder entlassen. Die 36-Jährige kam in Untersuchungshaft. Die Ermittler prüfen nun, ob das Pärchen noch für weitere Betrügereien verantwortlich ist.

Trickbetrüger: Das rät die Polizei Hamburg:

  • Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit
  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht selber mit Namen melden. Raten Sie nicht, wer anruft, sondern fordern Sie Anrufer immer dazu auf, ihren Namen selbst zu nennen
  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann
  • Lassen Sie sich auch bei einem angeblichen Notfall nicht unter Druck setzen. Nehmen Sie sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu überprüfen
  • Rufen Sie die jeweilige Person unter der Ihnen schon lange bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen
  • Sprechen Sie nicht über Ihre persönlichen oder finanziellen Verhältnisse und übergeben Sie niemals Geld oder Wertsache an unbekannte Personen
  • Wenn ein Anrufer Geld oder andere Wertsachen von Ihnen fordert: Besprechen Sie dies mit Familienangehörigen oder anderen Ihnen nahe stehenden Personen
  • Legen Sie beim geringsten Zweifel auf, rufen Sie die Polizei unter 110 oder wenden Sie sich an Ihre örtliche Polizeidienststelle
  • Lassen Sie sich nicht mit vollem Namen im Telefonbuch eintragen, denn die Täter suchen gezielt nach altmodisch klingenden Vornamen
  • Auch Verwandte, Freunde und Nachbarn können helfen, solche Taten zu verhindern: Sprechen Sie schon im Vorfeld über die Möglichkeit solcher Anrufe und wie man darauf reagieren sollte
  • Große Geldbeträge oder Wertsachen sollte nicht zu Hause aufbewahrt werden
  • Sprechen Sie ungewöhnliche Beobachtungen an oder rufen Sie die Polizei
( bob )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Blaulicht