Tonndorf

Mysteriöser Vermisstenfall: Taucher suchen See in Hamburg ab

| Lesedauer: 2 Minuten
Hamburg-Wandsbek: In einem See am Friedrich-Ebert-Damm suchten Polizeitaucher nach dem Handy des seit Juni vermissten 39-jährige Krzysztof Karwicki.

Hamburg-Wandsbek: In einem See am Friedrich-Ebert-Damm suchten Polizeitaucher nach dem Handy des seit Juni vermissten 39-jährige Krzysztof Karwicki.

Foto: Michael Arning

39-Jähriger seit Monaten verschwunden. Es gibt Anhaltspunkte für ein Gewaltverbrechen. Polizeieinsatz in einer Kleingartenanlage.

Hamburg. Der Vermisstenfall gibt der Hamburger Polizei bereits seit Monaten ein Rätsel auf: Seit Juni ist der 39-jährige Krzysztof Karwicki spurlos verschwunden. Die Ermittler haben Anhaltspunkte, dass der Vermisste getötet worden sein könnte, eine heiße Spur fehlte bislang jedoch. Am Mittwoch kam es nun erneut zu einem Polizeieinsatz – in einer Kleingartenanlage in Tonndorf nahe der Straße Friedrich-Ebert-Damm suchten Taucher einen See ab.

"Die Suchmaßnahmen stehen im Zusammenhang mit dem spurlos verschwundenen Krzysztof Karwicki aus Horn", bestätigte Polizeisprecher Florian Abbenseth am Mittwoch. "Durch die Ermittlungen haben sich Anhaltspunkte auf den möglichen Verbleib seines Handys ergeben."

Mann vermisst: Suchaktion der Polizei in mehreren Gewässern

Dieser Spur gingen am Mittwochmorgen Taucher der Polizei nach. Sie werden in Tonndorf gleich mehrere Gewässer überprüfen. Auch ein Boot mit einem Sonargerät war im Einsatz. "Die Tauchmaßnahmen werden dort auch in den nächsten Tagen fortgesetzt", sagte Abbenseth.

Da die Wassertemperatur nur circa drei Grad Celsius beträgt, können die Einsatzkräfte jeweils nur für rund 45 Minuten auf Tauchstation gehen. Anschließend müssen sich die Taucher zunächst aufwärmen, bevor sie zurück ins kalte Wasser dürfen.

Wer hat den 39-Jährigen aus Hamburg-Horn gesehen?

Die Ermittler bitten weiterhin Zeugen, die Hinweise zum Aufenthaltsort des vermissten 39-Jährigen geben können oder nach seinem Verschwinden noch Kontakt zu ihm hatten, sich unter 040/4286-56789 beim Hinweistelefon der Polizei Hamburg oder bei einer Polizeidienststelle zu melden.

Seit 2015 lebte Krzysztof Karwicki in einer Wohnung in der Dannerallee im Stadtteil Hamburg-Horn. Seit der Nacht vom 16. auf den 17. Juni vergangenen Jahres fehlt von ihm jede Spur. Kurz zuvor hatte der 39-Jährige seine Familie im polnischen Stettin besucht. Am 15. Juni war er mit Bus und Bahn über Berlin zurück nach Hamburg gereist.

Vermisst: Wurde Krzysztof Karwicki getötet?

"Die Ermittler gehen aktuell auch Anhaltspunkten nach, die darauf schließen lassen, dass er Opfer eines Gewaltverbrechens geworden sein könnte", hatte Polizeisprecher Abbenseth im November gesagt.

Um welche Anhaltspunkte es sich konkret handelt, dazu sagt die Polizei noch nichts. "Aus ermittlungstaktischen Gründen können wir dazu derzeit keine Angaben machen", sagte Abbenseth.

Der vermisste Krzysztof Karwicki wird wie folgt beschrieben:

  • etwa 1,84 Meter groß
  • athletische Figur
  • zusammenhängendes Tribal-Tattoo am rechten Oberarm und am rechten Oberkörper sowie weitere Tattoos am rechten Unterschenkel und Knöchel
  • Ohrring im linken Ohr
  • zeitweise Brillenträger
( coe/arg )

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