Hamburg

Schlägerei auf dem Kiez – Polizisten schießen in die Luft

Wegen des Coronavirus' sind zahlreiche Clubs in der Straße "Große Freiheit" auf St. Pauli geschlossen. Das hielt vier Männer jedoch nicht davon ab, sich dort in der Nacht zum Mittwoch eine Schlägerei zu liefern. Die Polizei musste Warnschüsse abgeben (Archivbild).

Wegen des Coronavirus' sind zahlreiche Clubs in der Straße "Große Freiheit" auf St. Pauli geschlossen. Das hielt vier Männer jedoch nicht davon ab, sich dort in der Nacht zum Mittwoch eine Schlägerei zu liefern. Die Polizei musste Warnschüsse abgeben (Archivbild).

Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Als die Beamten in der Großen Freiheit eintrafen, sprintete eine Person auf die Polizisten zu. Ein Jugendlicher wurde festgenommen.

Hamburg. Eine Kiez-Schlägerei unter mehreren Männern in der Großen Freiheit auf St. Pauli ist in der Nacht zum Mittwoch aus dem Ruder gelaufen. Polizisten mussten Warnschüsse abgeben, ein polizeibekannter Jugendlicher wurde vorläufig festegenommen.

Die Polizei Hamburg wurde um 1.10 Uhr alarmiert. "Ein Zeuge meldete eine mutmaßliche Schlägerei zwischen vier Männern in der Großen Freiheit", sagte Polizeisprecher Daniel Ritterskamp am Mittwoch. Zudem sei die Rede von einer Glasflasche gewesen, die möglicherweise zum Einsatz gekommen sein sollte.

St. Pauli: Polizisten geben zwei Warnschüsse ab

Als die ersten Streifenwagen vor Ort eintrafen, ergriffen alle Männer sofort die Flucht. "Einer von ihnen kehrte jedoch unvermittelt um und lief nun mit hohem Tempo auf die Beamten zu", so Ritterskamp. Die Beamten forderten ihn mehrfach auf, stehen zu bleiben – doch der Mann stoppte nicht, sondern setzte dann seine Flucht fort. "Im Verlauf gaben zwei Polizeibeamte je einen Warnschuss in die Luft ab", so der Polizeisprecher.

Doch weit kam der junge Mann nicht. Bereits auf der Reeperbahn konnten die Beamten ihn stellen und vorläufig festnehmen. Ohne Weiteres ließ sich der 16-Jährige nicht festnehmen – er leistete zunächst Widerstand. Bei dem Jugendlichen handelt es sich um einen polizeibekannten Jugendlichen, der nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung wieder entlassen wurde.

"Die Hintergründe und weiteren Beteiligten der vorangegangen Auseinandersetzung sind bislang unbekannt", so Ritterskamp. Die Ermittlungen dauern an.