Wandsbek

Flasche mit Ammoniak ausgekippt – Großeinsatz der Feuerwehr

Spezialisten der Feuerwehr sicherten das Ammoniak in einem Kunststofffass.

Spezialisten der Feuerwehr sicherten das Ammoniak in einem Kunststofffass.

Foto: Michael Arning

Zwei junge Männer räumen den Keller ihrer verstorbenen Großmutter aus. Dabei unterläuft ihnen ein folgenschweres Missgeschick.

Hamburg. Kleines Missgeschick, große Aufregung: Eine zerborstene Ammoniakflasche hat am Donnerstagabend in Hamburg-Wandsbek zu einem Großeinsatz der Feuerwehr geführt.

Zwei junge Männer waren in einem Haus am Friedrich-Ebert-Damm damit beschäftigt, den Keller ihrer verstorbenen Großmutter auszuräumen, als ihnen die Flasche mit der Chemikalie zu Boden fiel und zersprang. Sofort breitete sich das stark riechende und giftige Gas im Keller und auch im Treppenhaus des vierstöckigen Gebäudes aus.

Feuerwehr bindet Ammoniak ab

Die beiden Männer handelten geistesgegenwärtig: Sie verschlossen die Türen zum Keller von außen und alarmierten die Feuerwehr. Die rückte mit einem Zug und dem Umweltdienst an. Spezialisten streuten das Ammoniak mit Bindemittel ab und sicherten es anschließend in einem Kunststofffass. Keller und Treppenhaus wurden von beiden Seiten belüftet.

Die Hausbewohner mussten während der Arbeiten in ihren Wohnungen bleiben. Von einer Evakuierung des Gebäudes sah die Polizei ab, um die Menschen auf dem Weg ins Freie nicht dem Gas auszusetzen.

Nach knapp einer Stunde wurde das Haus wieder freigegeben. Der Friedrich-Ebert-Damm blieb stadtauswärts bis kurz nach 20 Uhr gesperrt. Die beiden Männer erlitten Reizungen der Atemwege.