Rendsburg

Mutter im Hotelzimmer nach Streit erwürgt: Mann verhaftet

Beamte der Kriminaltechnik sichern Spuren (Symbolbild).

Beamte der Kriminaltechnik sichern Spuren (Symbolbild).

Foto: Sebastian Gollnow / dpa

Die Tote war neben ihrem Baby in einem Hotel in Rendsburg gefunden worden. 24-Jähriger, mit dem sie das Zimmer teilte, verhaftet.

Kiel/Rendsburg. Einen Tag nach der Tötung einer jungen Mutter in einem Rendsburger Hotelzimmer sind für die Kieler Staatsanwaltschaft noch viele Fragen offen. Unklar sei etwa, ob es sich bei dem 24-jährigen mutmaßliche Täter um den Vater des sechs Monate alten Säuglings handle, der neben der toten Mutter lag, sagte Oberstaatsanwalt Axel Bieler am Freitag.

Auch das Motiv für das Gewaltverbrechen sei unklar. Das Obduktionsergebnis werde am Nachmittag erwartet.

Nach den ersten Erkenntnissen soll der Mann die 28-Jährige in der Nacht zum Donnerstag erwürgt und sich anschließend selbst verletzt haben.

Mutter in Hotel getötet: Polizei geht von Streit aus

Die Polizei geht nach ersten Ermittlungen davon aus, dass es zwischen den beiden zuvor zu einem Streit gekommen war. Der 24-Jährige habe gegen 3.00 Uhr in der Nacht zum Donnerstag selber die Rettungsleitstelle angerufen und um notärztliche Unterstützung gebeten, teilte die Polizei am Freitag mit. Der an den Armen stark blutende Mann sei nach der Tat ambulant in einem Krankenhaus behandelt worden.

Inzwischen sitzt der mutmaßliche Täter in der Justizvollzugsanstalt in Neumünster. Gegen ihn war noch am Donnerstag Haftbefehl wegen Totschlags erlassen worden.

Frau in Hotel erwürgt: Mann durfte sich der Frau nicht mehr nähern

Die Staatsanwaltschaft will klären, warum der Mann und die Frau überhaupt gemeinsam ins Hotel eingecheckt hatten. Denn die Frau hatten gegen den Mann gerichtlich erwirkt, dass er sich ihr nicht mehr nähern durfte.

Im vergangenen September hatte der Mann gegen die Auflage gemäß Gewaltschutzgesetz verstoßen. Gegen ihn wurde auf Antrag der Kieler Staatsanwaltschaft ein Strafbefehl verhängt.

Bei dem Opfer handelt es sich um eine Deutsche aus Schleswig-Holstein. Über die Nationalität des mutmaßlichen Täters machte die Staatsanwaltschaft zunächst keine Angaben. Er sei nicht der Ehemann des Opfers gewesen. In welchem tatsächlichen Verhältnis sie standen, sei noch offen, sagte Bieler.