Hamburg

40 Frauen protestieren gegen "Sexkaufverbot"

Die Demonstrantinnen standen am Morgen mit Plakaten auf dem Rathausmarkt. Die Versammlung währte aber nicht lange.

Hamburg. Den Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am Montag haben gut 40 Demonstrantinnen zum Anlass genommen, um vor dem Hamburger Rathaus um 9 Uhr gegen eine Kriminalisierung von Prostitution zu protestieren.

"Die Versammlung war allerdings nicht angemeldet", sagte ein Sprecher des polizeilichen Lagediensts. Die Frauen waren sich über diese Pflicht offenbar nicht bewusst. Nachdem ein Einsatzleiter sie darüber aufklärte, zogen die Demonstrantinnen nach einer Viertelstunde wieder davon.

Kritik am "Hurenpass" für Sexarbeiterinnen

Ihre Kritik bezieht sich auf das Prostituiertenschutzgesetz, das im Sommer 2017 eingeführt wurde und unter anderem eine Meldepflicht für Sexarbeiterinnen vorsieht.

Neben einer gesundheitlichen Beratung müssen Prostituierte ein Anmeldeverfahren durchlaufen und die von der Behörde ausgestellte Bescheinigung mit sich führen. Dieser in der Szene schlicht "Hurenpass" genannte Ausweis kennzeichnet die Betroffenen anhand von Echt- oder Aliasnamen, Foto und Anschrift offiziell als Prostituierte.