Hamburg

Granate geangelt: Zwei 13-Jährige in Lebensgefahr

Der Kampfmittelräumdienst im Einsatz in Hamburg Winterhude an der Alster. Gegenüber dem Hayns Park haben Kinder eine Handgranate aus der Alster gefischt.

Der Kampfmittelräumdienst im Einsatz in Hamburg Winterhude an der Alster. Gegenüber dem Hayns Park haben Kinder eine Handgranate aus der Alster gefischt.

Foto: Michael Arning

Anwohner in Winterhude verständigte Feuerwehr und Polizei. Warnung: Hamburgs Alster birgt noch viel Explosives.

Hamburg. Zwei 13 Jahre alte Jungen haben sich am Sonntagnachmittag beim Magnetangeln in der Alster in akute Lebensgefahr gebracht. Wie die Hamburger Feuerwehr dem Abendblatt mitteilte, hätten die beiden eine Ei-Handgranate aus dem Ersten Weltkrieg geangelt. "Wenn man daran dreht, kann sie explodieren und für tödliche Verletzungen sorgen", so ein Sprecher des Lagedienstes.

Die Jungen hätten einen Anwohner am Winterhuder Kai in der Nähe des Winterhuder Fährhauses gegenüber dem Haynspark darauf aufmerksam gemacht. Der Mann hat sofort Feuerwehr und Polizei verständigt. Der Bereich um den Fund wurde abgesperrt, die Handgranate abtransportiert.

Hamburg: Noch viel Explosives in der Alster

Der Feuerwehrsprecher warnte vor Magnetangeln, das zu tödlichen Unfällen führen könne. Die Alster sei noch lange nicht frei von explosiven "Inhalten", wozu Handgranaten aus beiden Weltkriegen zählten sowie sogar Flak-Munition. "Da ist längst noch nicht alles herausgeholt oder auch nur sondiert.

Erst im Februar 2019 hatten an dergleichen Stelle Kinder eine Handgranate geangelt.