Hamburg

Polizei geht gegen Elterntaxis in der HafenCity vor

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Elterntaxis sind in Hamburg ein Problem (Symbolbild).

Elterntaxis sind in Hamburg ein Problem (Symbolbild).

Foto: Ralf Hirschberger / dpa-tmn

Katharinenschule gilt als Problemstandort in Sachen Shuttleservice bis ins Klassenzimmer. Eltern teilweise uneinsichtig.

Hamburg. Stockender Verkehr, gefährliche Überholmanöver und kleine Kinder, die zwischen den haltenden Autos leicht übersehen werden: Als Maßnahme gegen die sogenannten Elterntaxis hat die Hamburger Polizei am Mittwochmorgen die Eltern direkt vor der Katharinenschule in der HafenCity abgefangen, die ihre Kinder mit dem Auto bis zum Eingang gebracht haben – trotz absolutem Halteverbot.

Die Beamten sprachen die Eltern an, leisteten Überzeugungsarbeit, verteilten Flyer und zeigten Alternativen auf. Eltern, die auf das Auto angewiesen seien, sollten etwa in größerer Entfernung zur Schule parken und den Rest des Strecke mit ihren Kindern gemeinsam laufen.

Bis zu 50 Elterntaxis pro Tag in der HafenCity

Die Schule am Dalmannkai gilt schon länger als Problemstandort in Sachen Elterntaxis. Bis zu 50 Autos halten hier täglich, wenn auch nur kurz, im absoluten Halteverbot, was nicht nur den nachfolgenden Verkehr zum Stocken bringt, sondern für die Grundschüler zu teils gefährlichen Situationen führt.

An diesem Mittwochmorgen konnten die Beamten deutlich weniger als 50 Elterntaxis ausmachen - was aber wohl auch daran lag, dass viele Eltern die Polizei schon von Weitem gesehen haben und dann einfach weitergefahren sind. Die Reaktionen der rund ein Dutzend Eltern, die an diesem Morgen angesprochen wurden, waren sehr unterschiedlich.

Einige Elterntaxi-Fahrer sind uneinsichtig

Eine Mutter etwa bestand auf ihrem Platz im absoluten Halteverbot und brachte ihre Kinder dann sogar noch bis zum Klassenraum, eine andere Mutter entschuldigte sich und versicherte, sie würde das nächste Mal einen sicheren Parkplatz in der Umgebung suchen und den Weg von dort mit dem Kind üben.

Schulleiterin Ute Peters sagte: "Viele Eltern haben große Sorge, dass ihre Kinder den Schulweg nicht alleine schaffen. Ich würde mir wünschen, dass die Eltern mit ihren Kindern die Wege gemeinsam üben, sodass die Kinder im Straßenverkehr sicherer werden."

( cia )

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