St. Pauli und Bergedorf

Polizei durchsucht zwei Cannabidiol-Geschäfte

Polizei während der Razzia in einem der beiden Läden

Polizei während der Razzia in einem der beiden Läden

Foto: TV News Kontor

In den Läden wurden umfangreiche Beweismittel sichergestellt, die jetzt kriminaltechnisch untersucht werden.

Hamburg. Am Montagnachmittag hat die Hamburger Polizei zwei Geschäfte auf St. Pauli und in Bergedorf durchsucht, die Produkte mit Cannabidiol, einem Cannabis-Bestandteil des Hanfes, zum Kauf anbieten. Grundlage war ein Beschluss der Hamburger Staatsanwaltschaft wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Nutzhanf dürfe zwar für industrielle Zwecke verkauft werden, sagte ein Polizeisprecher dem Abendblatt. Aber in dem Moment, in dem Produkte zum Konsum, zum Beispiel zum Rauchen angeboten werden, handle es sich um eine Straftat.

Deswegen wurde auch gegen die 42 Jahre alte Betreiberin des Ladens am Sachsentor in Bergedorf Anzeige erstattet sowie gegen den 23-jährigen Betreiber des Shops in der Paul Roosen-Straße auf St. Pauli. Die Polizei geht davon aus, dass in beiden Läden Cannabisprodukte zu Konsumzwecken verkauft wurden. Bei den Durchsuchungen stellte die Polizei umfangreiche Beweismittel sicher, die jetzt kriminaltrechnisch untersucht werden.