Hamburg

SEK überwältigt randalierenden Mann in Wilhelmsburg

Das SEK und ein Psychologe wurden alarmiert. Die Spezialkräfte überwältigten den Mann schließlich.

Das SEK und ein Psychologe wurden alarmiert. Die Spezialkräfte überwältigten den Mann schließlich.

Foto: Michael Arning

Der offenbar psychisch gestörte Obdachlose hatte seinen Gastgeber bedroht. Nachbarn behinderten den Polizeieinsatz.

Hamburg. Ein offenbar psychisch kranker Mann hat am Montagabend einen SEK-Einsatz provoziert und die Bewohner der Harburger Chaussee (Wilhelmsburg) in Aufregung versetzt. Der Obdachlose war von einem Bekannten in dessen Wohnung aufgenommen worden und hatte aus bisher ungeklärter Ursache laut Polizei am Abend begonnen, seinen Gastgeber zu bedrohen und die Wohnung auseinanderzunehmen. Kurz vor 20 Uhr gelang dem Gastgeber die Flucht. Er alarmierte die Polizei.

Der wegen ähnlich gelagerter Taten bereits polizeibekannte Randalierer drohte den Beamten jedoch mit dem Einsatz eines Messers für den Fall, dass man ihn aus der Wohnung holen und seiner Zerstörungswut einen Riegel vorschieben würde. Das SEK und ein Psychologe wurden alarmiert.

Nachbarn solidarisierten sich mit dem Täter

Inzwischen hatten sich Nachbarn mit dem Täter solidarisiert, weil sie einen überzogenen Einsatz der Ordnungskräfte witterten. Sie behinderten die Polizisten, konnten aber nach einiger Aufklärungsarbeit der Beamten davon überzeugt werden, dass der Einsatz gerechtfertigt war. Dann ging das SEK in die Wohnung.

Die Männer überwältigten den bewaffneten Randalierer und nahmen ihn mit. Gegen 21.45 Uhr war der Einsatz beendet. Der randalierende Mann wurde einem Amtsarzt vorgeführt. Er wies ihn stationär in eine psychiatrische Klinik ein.