Mutter bei Wacken-Festival

Totes Baby vom Feld – Leichnam soll weiter untersucht werden

Polizisten auf dem Musikfestival in Wacken (Archivbild).

Polizisten auf dem Musikfestival in Wacken (Archivbild).

Foto: Dirk Jacobs / imago/Eibner

Zunächst gab es keine Hinweise auf einen gewaltsamen Tod des Säuglings. Die 26 Jahre alte Mutter schweigt.

Eckernförde. Nach dem Fund eines toten Babys auf einem Feld bei Eckernförde hat die Kieler Staatsanwaltschaft weitere Untersuchungen des Leichnams in Auftrag gegeben. „Nach Abschluss der Obduktion haben wir keine Hinweise auf einen gewaltsamen Tod“, sagte Oberstaatsanwalt Michael Bimler am Montag. Dies könne aber auch nicht ausgeschlossen werden. Der Todeszeitpunkt des Kindes stehe nicht fest. Zum Geschlecht des Kindes könnten keine Aussagen getroffen werden.

Mutter wurde auf Wacken-Festival festgenommen

„Die Mutter macht derzeit aber keine Angaben zu den Vorwürfen“, sagte Bimler. Sie hatte in einer ersten Befragung nach ihrer Festnahme auf dem Heavy-Metal-Open-Air in Wacken von einer Totgeburt gesprochen. Die Ermittlungen konzentrieren sich deshalb nun auf das Umfeld der 26-Jährigen. Die Ermittler erhoffen sich Kenntnisse durch die Befragung von Zeugen.

Anwohner hatten den leblosen Säugling am Donnerstagabend in einem Feld bei Rieseby gefunden und die Polizei alarmiert. Der Säugling soll länger auf dem Feld gelegen haben – wie lange, ist weiter unklar. Das Baby war nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Stoffe gewickelt und in einem Karton abgelegt worden. Die Mutter selbst befindet sich nach ihrer Befragung durch die Polizei seit Freitagabend wieder auf freiem Fuß. Sie wohnt unweit des Fundortes.