Wilhelmsburg

Wie aus dem Diebstahl einer Geldbörse Erpressung wurde

Das Portemonnaie mit persönlichen Papieren kam auf einem Festival abhanden. Danach kam der 22-jährige Besitzer nicht mehr zur Ruhe.

Hamburg. Ein Diebstahl mit üblen Folgen: Die Geschichte beginnt Mitte Juni mit dem Besuch eines Festivals in Wilhelmsburg. Ein Besucher (22) erstattete Anzeige bei der Polizei, weil ihm auf der Veranstaltung das Portemonnaie mit persönlichen Papieren gestohlen worden war.

Wie die Polizei mitteilt, benutzte der Dieb In den darauffolgenden Wochen die persönlichen Daten des Bestohlenen für mehrere Betrügereien. So schloss er damit einen Handyvertrag ab und bestellte Waren im Internet.

Mitte vergangener Woche wurde es dann ganz dreist: Über einen Messaging-Dienst erhielt der 22-Jährige von einem flüchtigen Bekannten ein Foto seines Führerscheins und die Aufforderung, sein Portemonnaie für 500 Euro zurückzukaufen. Andernfalls würden weitere Verträge abgeschlossen.

Mutmaßlicher Erpresser bei Geldübergabe festgenommen

Zum Schein ging der junge Mann auf das Angebot ein und erstattete erneut Anzeige bei der Polizei. Bei der Übergabe des Geldes am S-Bahnhof Heimfeld konnte der mutmaßliche Erpresser von der Polizei gestellt werden. Es handelt sich um einen 19-Jährigen, der bei der Polizei bereits als Intensivtäter bekannt ist.

Auch er soll sich im Juni auf dem besagten Festival befunden haben. Ob er auch für den Diebstahl und die Betrugstaten verantwortlich ist, ermittelt jetzt die Polizei.