Illegales Autorennen

Raser flüchtet vor Polizei – aber er war zu laut im Versteck

Er hatte die Beamten schon abgehängt. Doch der überhitzte Motor des AMG-Mercedes wurde ihm zum Verhängnis.

Hamburg. Mit radierenden Reifen und schleuderndem Heck beschleunigte ein 30 Jahre alter Mann seinen AMG-Mercedes C 63 S am Sonntag auf der Schnackburgallee (Bahrenfeld). Der schlingernde Bolide brauchte beide Fahrstreifen, um bei dem brutalen Vortrieb die Richtung zu halten. Er ließ jede Menge Gummi auf dem Asphalt, es kam zu enormer Rauchentwicklung. Das störte die Besatzung eines Funkstreifenwagens: die Beamten nahmen die Verfolgung auf.

Laut Polizeibericht bemerkte der Raser die Verfolger und versuchte zu flüchten. Er trat das Gas durch und verschwand Richtung Bornkampsweg. Die Beamten konnten nicht ganz folgen und verloren ihn aus den Augen.

Doch kurze Zeit später fanden sie ihn auf dem Hof eines Autohändlers. Da hatte der Raser sich hinter diversen Autos verstecken wollen. Doch der laute Motor verriet ihn: Er hatte sein überhitztes Aggregat nicht abstellen können. Es musste laut Polizei bei hoher Drehzahl im Stand langsam herunterkühlen, um einen Motorschaden zu verhindern. Die Beamten konnten also nach Gehör suchen und fündig werden.

„Alleinraser“ wird wegen illegalen Autorennens verfolgt

Der Wagen wurde beschlagnahmt, der Führerschein des Fahrers eingezogen. Ihn erwartet ein Verfahren wegen illegalen Autorennens. Als sogenannter "Alleinraser" wird er rechtlich genauso behandelt wie ein Teilnehmer eines illegalen Rennens mit mehreren Fahrzeugen.

Kurze Zeit später beendeten Beamte eine Trunkenheitsfahrt auf der Autobahn 7. Der 35-jährige Mercedesfahrer war mit seinem CLS 350 cdi aus Hausbruch gekommen und hatte mit überhöhter Geschwindigkeit mehrfach riskant die Spur gewechselt. Bei Waltershof fuhr er ab und kollidierte dabei mutmaßlich wegen der hohen Geschwindigkeit in der Kurve mit dem Bordstein. Daraufhin geriet der Wagen ins Schleudern, beschädigte mehrere Verkehrszeichen auf der Finkenwerder Straße und kam an einer Schutzplanke zum Stehen. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von 1,11 Promille. Die Polizei beschlagnahmte Fahrzeug und Führerschein.