Altona-Nord

Polizei schießt auf Dealer-Auto und findet künstlichen Urin

Eine Polizeistreife fährt zu einem Einsatz (Archivbild).

Eine Polizeistreife fährt zu einem Einsatz (Archivbild).

Foto: dpa

Der Mann verliert auf seiner Flucht Drogen und hat Dealgeld bei sich. Die Umstände der Schüsse bleiben aber unklar.

Hamburg.  Nachdem ein Polizist am frühen Montagabend mehrere Schüsse auf den gemieteten Mercedes eines mutmaßlichen Drogendealers abgegeben hatte, hat die Polizei jetzt weitere Einzelheiten zu dem Vorfall bekannt gegeben. Wie berichtet hatten Zivilfahnder den Verdächtigen auf St. Pauli als mutmaßlichen Dealer identifiziert und zur Überprüfung Kollegen angefordert.

Mit dem Mietwagen fuhr der Mann gegen 17.45 Uhr in Richtung Holstenplatz, wendete aber plötzlich und fuhr wieder stadteinwärts. Zwischenzeitlich hatten mehrere Streifenwagen die Kreuzung Holstenstraße/Max-Brauer-Allee blockiert. Offenbar um an wartenden Fahrzeugen vorbeizuflüchten, wich er mit dem Mercedes auf den Gehweg aus. Dort feuerte der Beamte mehrmals mit seiner Dienstwaffe, um das Fahrzeug zu stoppen.

Die genauen Umstände der Schussabgabe sollen nun ermittelt werden. Der Mann ließ den Mietwagen an der Haubachstraße zurück und flüchtete in eine nahe gelegene Turnhalle, verließ diese durch einen Notausgang und versteckte sich in einem Gebüsch. Dort entdeckten die Polizisten den 23-Jährigen und nahmen ihn fest.

"Kunsturin" in der Unterhose

In dem Mietauto und auf dem Fluchtweg fanden sie etwa 100 Gramm in Beuteln verpacktes Marihuana, bei dem Mann stellten sie 6225 Euro Dealgeld sicher. Außerdem fanden sie einen in seiner Unterhose versteckten Beutel mit „Kunsturin“, der bei polizeilichen Drogentests natürlich keine positiven Ergebnisse liefert.

Der Wagen des Dealers wird jetzt von der Kriminaltechnik auf Schäden untersucht. Der Verdächtige sei erkennungsdienstlich behandelt und anschließend entlassen worden, da keine Haftgründe vorlagen, so die Polizei.