Öjendorfer See

Schlittschuhläuferin mit zwei Helfern im See eingebrochen

Trotz aller Warnungen versuchen immer wieder einige Todesmutige das Eis. Wer einbricht, hat nur wenige Minuten Zeit, dem Tod durch Erfrieren zu entgehen (Symbolbild)

Trotz aller Warnungen versuchen immer wieder einige Todesmutige das Eis. Wer einbricht, hat nur wenige Minuten Zeit, dem Tod durch Erfrieren zu entgehen (Symbolbild)

Foto: Jörg Krauthöfer

Das Großaufgebot der Feuerwehr traf aber nur eine der drei eingebrochen Personen an. Die Schlittschuhläuferin war getürmt.

Hamburg. Ungeachtet aller Warnungen hat am späten Donnerstagnachmittag eine Frau ihre Schlittschuhe angezogen und versucht, auf dem Öjendorfer See Kreise zu ziehen. Es ging schief. Sie brach ein. Ihr mutmaßlicher Partner versuchte ihr zu helfen und brach ebenfalls ein. Auch ein 39-Jähriger, der die Szene mit seinem 10-jährigen Sohn beobachtete, griff ein und scheiterte mit seinem Rettungsversuch zunächst an der dünnen Eisdecke. Er ging baden. Währenddessen rief eine vierte Person mit festem Boden unter den Füßen die Feuerwehr an und meldete die drei Eingebrochenen von Öjendorf.

Den beiden nassen Männern am See gelang es schon vor dem Eintreffen der Feuerwehr, die eingebrochene Schlittschuhläuferin an Land zu bringen. Als der Anrufer die risikofreudige Frau zur Rede stellen wollte, flüchtete das Pärchen. Die Feuerwehr traf nur noch den 39-Jährigen mit seinem Sohn an, und versorgte ihn vor Ort. Die Polizei suchte die verschwundenen beiden „Eiseiligen“ noch in der Umgebung, blieb aber erfolglos und stellte die Suche ein.

Die Feuerwehr warnt: Lebensgefahr!

Die Feuerwehr war mit 32 Einsatzkräften von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr sowie dem Rettungsdienst vor Ort, auch eine Tauchergruppe, ein Kleinboot und der Rettungshubschrauber waren da und mussten zum Glück nicht eingesetzt werden.

Feuerwehrsprecher Werner Nölken warnt: „Das Einbrechen der Läuferin hat aufgezeigt: Die Eisflächen sind noch nicht durchgängig tragfähig. Es besteht Lebensgefahr."