ADAC-Einsatzrekord

Hamburgs Autobatterien versagen reihenweise wegen der Kälte

Hunderte Einsätze für Gelbe Engel in der Hansestadt. Wartezeiten verlängern sich – und jetzt kommt noch der Reiseverkehr.

Hamburg/Schleswig-Holstein. Die Kältewelle der vergangenen Tage hat den Pannenhelfern des ADAC in Hamburg einen Einsatzrekord beschert. Laut ADAC Hansa rückten die Gelben Engel allein am Mittwoch 1500-mal aus – die bislang höchste Zahl an Einsätzen in diesem Jahr. Üblich wären an einem vergleichbaren Tag 630 Notfälle gewesen. Auch Montag und Dienstag wurde jeweils die Marke von 1000 Einsätzen geknackt.

Autobatterien machen reihenweise schlapp

"Die Autobatterien machen bei diesen Witterungsbedingungen reihenweise schlapp", berichtet ADAC-Sprecher Christian Hieff. Entsprechend verlängern sich die Wartezeiten für betroffene Fahrer. Bis zu drei Stunden kann es momentan dauern, bis Hilfe kommt. Am häufigsten müssen die Pannenhelfer Autobatterien wiederbeleben oder austauschen. "Wir werden aber auch wegen eingefrorener Türen, Schlösser oder Handbremsen gerufen", so der ADAC-Sprecher.

100 ADAC-Hansa-Mitarbeiter im Dauereinsatz

Mehr als 100 Mitarbeiter des Automobilclubs arbeiten derzeit in Hamburg im Dauereinsatz, um zu helfen. Menschen in Notsituationen, etwa einer Schwangeren, deren Auto unterwegs nicht mehr anspringt, wird zuerst geholfen. Dagegen müssen sich Autofahrer, deren Fahrzeuge morgens vor der Haustür nicht anspringen, derzeit häufig in Geduld üben.

Lage bleibt angespannt

Für die kommenden Tage ist keine wesentliche Besserung in Sicht: Die Temperaturen bleiben in Hamburg weiter frostig und zusätzlich beginnen nun die Frühjahrsferien mit hohem Reiseverkehrsaufkommen.