„Notruf Hafenkante“

Vermisster Kameramann ist wieder aufgetaucht

Der 31-Jährige war bei Dreharbeiten zur ZDF-Serie "Notruf Hafenkante" plötzlich verschwunden. Er hatte offenbar Besseres vor.

Hamburg. Stundenlang herrschte Ungewissheit, was mit dem 31-jährigen Kameramann der beliebten Vorabendserie „Notruf Hafenkante“ passiert war. Nachdem die besorgte Filmcrew, die gerade die 13. Staffel der ZDF-Fernsehserie am Hamburger Hafen dreht, am Sonnabendmorgen die Polizei alarmiert hatte, suchten mehr als 50 Feuerwehrleute und Polizisten an der Kehrwiederspitze nach dem Vermissten. Taucher hielten sogar in der Elbe nach dem Mann Ausschau, die Polizei setzte Personenspürhunde ein.

Kameramann vergnügte sich im Spielcasino

Am Nachmittag kam dann die Entwarnung – und eine überraschende Erklärung dafür, wo sich der Kameramann aufgehalten hat, der mit seinem plötzlichen Verschwinden einen Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei ausgelöst hatte. Der 31-Jährige habe das Filmset nach ersten Erkenntnissen verlassen und sei in ein Spielcasino gegangen, sagte ein Polizeisprecher. Rund fünf Stunden hielt sich der Kameramann im Casino Esplanade am Stephansplatz auf, bis er auf dem Handy erreicht werden konnte.

"Beamte waren vor Ort, um sich davon zu überzeugen, dass es sich um die vermisste Person handelt", sagte ein Sprecher der Polizei dem Abendblatt. Damit ist der Fall für die Polizei erledigt. Der Mann habe sich schließlich nichts zuschulden kommen lassen. Warum der Kameramann seinen Arbeitsplatz am Morgen verlassen hatte, ist weiterhin unklar. Der 31-Jährige soll innerhalb des Teams als zuverlässig gegolten haben, so die Polizei.

Kameramann verschwand offenbar Richtung Zollhafen

Am Morgen hatte der Mann das Kamerateam begrüßt, war dann aber offenbar in Richtung Zollhafen verschwunden. Um 8.18 Uhr informierte die Filmcrew schließlich die Polizei, die einen Unglücksfall nicht ausschloss.

Auffällig war, dass nach Angaben der Polizei sowohl das Auto des Kameramanns als auch seine hochwertige Ausrüstung noch vor Ort waren. Auch Taucher waren im Einsatz, die die Elbe mit einem Sonargerät absuchten. Dazu wurden drei Kleinboote eingesetzt. Die Feuerwehr war mit 42 Einsatzkräfte vor Ort.