Raubserie

Frauen in Autos überfallen – Polizei fasst Täter im Park

Polizisten fassten den Tatverdächtigen im Wohlers Park in Altona

Polizisten fassten den Tatverdächtigen im Wohlers Park in Altona

Foto: Jens Wolf / dpa

Drei Überfälle in wenigen Tagen. 29-jähriger Verdächtiger lebte in einem Zelt im Wohlers Park. Vierte Tat in Flensburg gestanden.

Hamburg. Der unheimliche Serientäter, der in den vergangenen Tagen drei Überfälle auf Autofahrerinnen in Altona und auf St. Pauli begangen hat, ist von der Polizei gefasst worden.

Fahnder des Raubdezernates hatten dafür am letzten Tatort an der Bernstorffstraße auf St. Pauli einen Personenspürhund eingesetzt, der die Beamten in den Wohlers Park nach Altona führte. Dort verlor der Hund am Donnerstag zunächst die Spur. Die Beamten überprüften im Park gegen 12 Uhr einen 29 Jahre alten Mann, der den Beschreibungen der Opfer ähnlich sah, vor einem Zelt. Treffer!

Der 29-Jährige wurde vorläufig festgenommen und später im Polizeipräsidium vernommen. Dabei gestand er die drei Taten in Hamburg und räumte gleich noch einen ähnlichen Überfall in Flensburg am 26. Juli ein. In dem Zelt des Mannes wurden mehrere Beweismittel sichergestellt. Heute wird er dem Haftrichter zugeführt.

Letzter Tatort war an der Bernstorffstraße

Seine vorläufig letzte Tat hatte der Mann zuvor an der Berns­torffstraße auf St. Pauli begangen. Dort passte er am Mittwoch eine 46 Jahre alte Frau ab, die sich gerade in ihr Auto setzte. Der Täter riss die Beifahrertür auf, setzte sich auf den Sitz und bedrohte sie mit einem Küchenmesser. Obwohl die 46-Jährige sofort laut schrie und die Tür auf ihrer Seite aufriss, griff sich der Räuber noch die Handtasche seines Opfers und flüchtete.

Das Opfer war gerade ins Auto eingestiegen

Am Dienstag hatte derselbe Mann an der Norderreihe in Altona zugeschlagen. Auch dort tagsüber gegen zwölf Uhr, wieder war das Opfer eine Frau, die gerade in ihr geparktes Auto eingestiegen war. Auch dort riss der Täter die Beifahrertür auf und setzte sich auf den Sitz. Wieder zückte er ein Küchenmesser, mit dem er die 56-Jährige bedrohte. In dem Fall erbeutete der Räuber 50 Euro.

Am 1. August war es eine 59 Jahre alte Frau, die an der Budapester Straße kurz nach 15 Uhr überfallen wurde. Der Täter riss die Beifahrertür auf, setzte sich neben die Frau und bedrohte sie mit einem, so beschrieb es das Opfer, „großen Teppichmesser“. Dieses Mal hatte der Täter mehr Geld gefordert, nachdem ihm die Frau zunächst fünf Euro gegeben hatte. Der Räuber entkam schließlich mit 150 Euro Beute.