Hamburg-Uhlenhorst

Farbanschlag auf das Haus von Innensenator Vahldieck

Unbekannte schleuderten in der Nacht mit roter Farbe gefüllte Christbaumkugeln gegen die Fassade des Hauses. Dann flüchteten die Täter.

Hamburg. Unbekannte haben in der Nacht einen Farbanschlag auf das Wohnhaus von Hamburgs Innensenator Heino Vahldieck (CDU) verübt. Die Täter warfen zwischen 2 und 3 Uhr insgesamt acht Christbaumkugeln, die mit roter Farbe gefüllt waren, gegen das Mehrfamilienhaus auf der Uhlenhorst. Dadurch wurden die Eingangstür und die Fassade beschmutzt.

Wer für die Attacke verantwortlich ist, stand zunächst nicht fest. Es sei noch kein Bekennerschreiben eingegangen. Die Polizei geht von einer politisch motivierten Tat aus, die Staatsschutzabteilung des Landeskriminalamtes ermittelt. Vahldieck kritisierte die Aktion als feige und reagierte mit Unverständnis: „Ich kann den Sinn und Zweck dieser Aktion nicht erkennen. Für eine sachliche politische Diskussion stehe ich immer zur Verfügung – dann aber bitte so, wie es in einem demokratischen Rechtsstaat üblich ist.“

Auch Hamburgs SPD-Fraktionschef Michael Neumann verurteilte die Farbattacke als feige und hinterhältig. „Wir dürfen uns an solche Übergriffe nicht gewöhnen. Gewalt und psychischer Druck darf nicht bagatellisiert und vor allem nicht toleriert werden“, warnte Neumann.

Auch auf den Vorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, haben Unbekannte einen Anschlag verübt. Laut Polizei ereignete sich der Vorfall in der Nacht zu Donnerstag vor Freibergs Wohnung im Südosten Hamburgs. Danach schlugen die Täter die Scheiben des sechs Jahre alten Mercedes CLK 200 ein, zerstachen die Reifen und kippten blaue Ölfarbe in das Wageninnere. Der Staatsschutz vermutet, dass die Täter aus der linksextremistischen Szene stammen.