Hamburg-Altona-Nord

Hansa-Rostock-Anhänger stürmen FC-St.-Pauli-Party

Die knapp 50 Vermummten waren mit Knüppeln bewaffnet. Sie zündeten Bengalisches Feuer und warfen mit Tischen und Stühlen umher.

Altona-Nord. Mit Knüppeln bewaffnete Anhänger des drittklassigen Fußballvereins Hansa Rostock haben am Sonnabendnachmittag die Saisoneröffnungsparty zweier Fangruppen des FC St. Pauli in Altona-Nord überfallen. Die knapp 50 Vermummten, die die Insignien des Rostocker Vereins trugen, zündeten Bengalisches Feuer, warfen mit Tischen und Stühlen umher und grölten Fußball-Parolen.

Noch bevor die Polizei eintraf, die der Platzwart gerufen haben soll, flüchteten die Provokateure und konnten trotz Großfahndung mit 16 Peterwagen und Einheiten von Bundes- und Bereitschaftspolizei nicht gefasst werden. Verletzt wurde niemand. Die Fanlager beider Fußballvereine gelten als traditionell verfeindet.

Zu der Saisoneröffnungsfeier hatten die "Ultrà St. Pauli" und die "Skinheads St. Pauli" auf das Gelände des SC Union 03 an der Waidmannstraße geladen. Gegen 16.30 Uhr sollte die Party mit einem Fußballspiel zwischen beiden rivalisierenden Fangruppen eingeleitet werden, danach mit Konzerten und Barbecue gefeiert werden. Knapp 20 Fans waren noch mit den Vorbereitungen beschäftigt, als die Rostocker gegen 15.15 Uhr in das Unions-Vereinsheim stürmten und die St. Paulianer angriffen.

+++ SO KRIMINELL IST IHR STADTTEIL +++

Eine heftigere Konfrontation konnte möglicherweise nur dadurch verhindert werden, dass die Party zu diesem Zeitpunkt bereits starken Zulauf hatte und die Rostocker Störenfriede bald in der Unterzahl waren. Die Angreifer zerstreuten sich nach diesem durchorganisierten Coup in alle Winde. Keiner der knapp 50 Rostocker wurde von der Polizei aufgegriffen.

Bei den letzten Begegnungen beider Vereine hatte die Polizei nur mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften und limitierten Kartenangeboten verhindern können, dass sich die Fans Straßenschlachten lieferten.