Hamburg. Harsche Post aus der Praxis: Wer Hausarztverträge verweigert, dem soll gekündigt werden. Doch dahinter steckt eine Verbesserung.

In Hamburg einen Hausarzt zu finden, das gleicht immer mehr einer Glückslotterie. Von einem Hamburger Hausarzt als Patient aus der Praxis gedrängt zu werden – das kann in diesen Tagen schon eher passieren. So zumindest empfinden es Patienten, wenn „ihr“ Doktor E-Mails schreibt, in denen Sätze stehen wie: „Alle unsere Patienten müssen an den Hausarztverträgen teilnehmen. Den Patienten, die sich einer Teilnahme aus uns nicht nachvollziehbaren Gründen verweigern, kündigen wir hiermit den Service.“ Da Patienten 50 Euro Kosten verursachten, dem Hausarzt aber nur 45 Euro brächten, könne die Praxis nicht anders überleben. „Für eine nicht kostendeckende Bezahlung können Sie außer Krankschreibungen und Überweisungen dann nichts erwarten, Ausnahme echte Notfälle.“