Hamburg. Der Marburger Bund unterstützt vor Gericht eine Hamburger Anästhesistin, die mit Helios im Streit liegt – und hat Grund zum Feiern.

Wofür brauchen Ärztinnen und Ärzte eine eigene Gewerkschaft? Diejenigen, die in den Praxen arbeiten, sind in der Mehrzahl (noch) selbstständig. Und wer im Krankenhaus angestellt ist, könnte sich doch auch von einem Big Player wie der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di vertreten lassen. Auch hier werden – wenn nötig aus Arbeitnehmersicht – Arbeitskämpfe ausgetragen, Streiks organisiert, steigende Gehälter verhandelt. Die Ärzte im Krankenhaus haben also eine Art Exotenstatus wie die Pilotinnen und Piloten (Vereinigung Cockpit) und die Lokführer mit der GdL und ihrem legendären Hau-den-Lukas-der-Lokomotivführer, Claus Weselsky.