Promis Hamburg

Hollywood in Stellingen – und große Schecks für Kinder

| Lesedauer: 12 Minuten
Hollywood-Star Maggie Gyllenhaal neben Nicolas Baretzki, Geschäftsführer von Montblanc, bei der Eröffnung des Montblanc Hauses. Ebenfalls auf dem „Black Carpet“ zeigten sich rund 300 Gäste.

Hollywood-Star Maggie Gyllenhaal neben Nicolas Baretzki, Geschäftsführer von Montblanc, bei der Eröffnung des Montblanc Hauses. Ebenfalls auf dem „Black Carpet“ zeigten sich rund 300 Gäste.

Foto: Georg Wendt / dpa

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Hollywood zu Gast in Stellingen: Die US-Schauspielerin Maggie Gyllenhaal, die unter anderem an der Seite von Julia Roberts und Kirsten Dunst im Drama „Mona Lisas Lächeln“ spielte und für ihre Nebenrolle in dem Musikfilm „Crazy Heart“ für den Oscar nominiert war, gehörte zu den rund 300 exklusiven Gästen, die die Eröffnung des neuen Montblanc Hauses feierten.

Bürgermeister Peter Tschen­tscher gratulierte Montblanc-Geschäftsführer Nicolas Baretzki zu diesem „neuen Hamburger Wahrzeichen“, in dem Gäste, so das Traditionsunternehmen, „die unglaubliche Kraft der Handschrift“ wiederentdecken sollen. In einem eigens im Garten errichteten transparenten Bauwerk mit Blick auf die Hauptfassade des Montblanc Hauses servierte Sternekoch Heinz Otto Wehmann aus dem Landhaus Scherrer ein besonderes „Mondschein-Menü“.

Das genossen neben Maggie Gyllenhaal, Schwester des ebenfalls sehr erfolgreichen Hollywoodstars Jake Gyllenhaal („Brokeback Mountain“), auch ihre Kollegen Dree ­Hemingway, Urenkelin des großen ­Ernest Hemingway, sowie Oscar Isaac („Star Wars“, „Dune“). Mit Daniel Brühl, Emilia Schüle und Jannis Niewöhner feierten auch die Stars des deutschen Films zur Musik von Singer-Songwriterin Joy Denalane. Auch Jazz-Pop-Künstler ­Jamie Cullum hatte einen Auftritt. Die Dauerausstellung unter dem Motto „Inspire Writing“ beschäftigt sich u. a. mit dem Vermächtnis und der Vision von Montblanc, mit unterschiedlichsten Handschriften aus aller Welt, mit Handwerkskunst und Innovation.

25. Geburtstag des Spendenparlaments mit dem Bürgermeister

Noch ein Termin mit dem Bürgermeister. Peter Tschentscher sagte über das Hamburger Spendenparlament, das jetzt seinen 25. Geburtstag im großen Festsaal des Rathauses feierte: „Es vereint hanseatisches, bürgerliches Engagement mit moderner Beteiligung und ist Vorbild für viele ähnliche Institutionen in ganz Deutschland geworden“. 3100 Mitglieder können aktuell über die Vergabe von Spendengeldern an die vielfältigen Projekte in Hamburg bestimmen, die sich jedes Jahr bei den riesigen Versammlungen vorstellen – mehr als 14 Millionen Euro sind so im vergangenen Vierteljahrhundert an 1423 soziale Institutionen gegangen.

„Angefangen haben wir ganz klein mit etwa 50 Ehrenamtlichen, die sich nach einer Meldung im Hamburger Abendblatt gemeldet hatten“, erinnert sich der damalige Landespastor ­Stephan Reimers. Die erste konstituierende Sitzung des Spendenparlaments war dann allerdings vor bereits 26 Jahren – am 9. Februar 1996. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde das Jubiläum nun nachgefeiert, allerdings im gleichen Raum, in dem damals das erste Gremium zusammenkam, wie der heutige Vorstandsvorsitzende Uwe Kirchner berichtet. Kurzweilig – und toll moderiert von Präsidiumsmitglied Jan Busche – die Vorstellung von vier sozialen Projekten, die das Spektrum der Förderung von Obdachlosen- über Jugendarbeit, kulturelle Teilhabe bis Stadtteilarbeit abbildeten. Und danach gab es ausreichend Zeit, bei Getränken und Fingerfood, über vergangene und künftige Zeiten zu parlieren.

Großer Scheck für Kinderkrankenhaus

„ Absolut überwältigt“ fühlte sich Maike ­Hinrichs vom Hamburger Kinderkrankenhaus Wilhelmstift, als sie den finalen Spenden-Scheck in ihren Händen hielt. Mustafa Kemal Civan, Geschäftsführer des Uhrenhändlers Luxuhria, hatte eine Saison lang in seiner HSV-Loge Gäste und Geschäftsfreunde – darunter TV-Moderator Bedo B. Kayaturan, Ex-HSV Trainer Frank Pagelsdorf und Schauspieler Marvin Linke – zum Tippspiel aufgefordert und die Hälfte des Einsatzes jeweils für den guten Zweck reserviert. Da die Sieger in der Regel auf ihren Gewinn verzichteten und Civan jeden Spendeneinsatz schon mal automatisch aus eigener Tasche verdoppelte, kam bereits vor dem letzten Heimspiel eine hübsche vierstellige Summe zustande. Diese wurde dann durch eine kleine Charity-Auktion auf mehr als 10.000 Euro gesteigert, doch auch das reichte vielen noch nicht. „Lass mal aufrunden“, hieß es mehrfach, wobei sich auch Tarifcheck-Gründer Jan Schust, mit dem sich Civan die Loge teilt, großzügig zeigte. Am Ende war eine Summe erreicht, die keiner vorab erwartet hatte: 25.000 Euro. Dieses Geld wird nun zu 100 Prozent benutzt, um Kindern ihren Krankenhausaufenthalt abwechslungsreicher und bunter zu gestalten, damit sie schneller wieder gesund werden.

Drei-Gänge-Menü für Hamburger Pflegemitarbeiter

Der Verein MenscHHamburg hatte anlässlich des Internationalen Tags der Pflege zu einem Pflegemahl ins Hotel Reichshof an der Kirchenallee eingeladen. Unter dem Motto „Pflege für Pflege – Jetzt seid ihr dran!“ begrüßte Lars Meier, Vorstandsvorsitzender des Vereins, rund 120 Gäste aus Wirtschaft, Kultur, Sport und Politik, die mit Mitarbeitern aus der Hamburger Pflegebranche bei einem Drei-Gänge-Menü zusammenkamen. „Pflege ist ein Thema, das nicht nur die Kranken betrifft, sondern uns alle angeht. Sie braucht einen festen Platz im Denken und Handeln unserer Gesellschaft. Das Hamburger Pflegemahl ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zu mehr Aufmerksamkeit für uns alle“, sagte Finanzsenator Andreas Dressel. Unter den Gästen war auch Eckart Pfannkuchen, Direktor vom Steigenberger Treudelberg, der auf Reichshof-Chefin Kathrin Wirth-Ueberschär traf. Für die Unterhaltung der Gäste sorgte unter anderen Schauspieler Gustav Peter Wöhler.

Neues Parfüm lockt Promis an

Sie folgten dem neuen Duft der Marke Ex Nihilo Paris, der kürzlich im Uzwei in der Kaisergalerie vorgestellt wurde: „Lust in Paradiese“ duftet floral und lockte allerlei Prominenz an. Mit dabei war die Hamburger Fashion- und Life­style-Influencerin Milena Karl, PR-Fachfrau Yasmin von Schlieffen, Modeexpertin Nikolina Lackovic, Beauty-Podcasterin Hanna Schumi und die Models Kim Riekenberg sowie Catharina Zeitner. Das Uzwei eröffnete Florian Braun, Inhaber des traditionellen Modehauses Unger, im Jahr 2014 und verjüngte so das einkaufende Publikum.

Per Stream mit Cornelia Poletto kochen

In der eigenen Küche unter Anleitung von Cornelia Poletto kochen, das ist sicherlich ein besonderes Erlebnis. Zu einem solchen Live-Cooking-Event hatte die Hamburger Köchin geladen, gemeinsam mit Christoph Gröner und ihrem Ehemann Prof. Rüdiger Grube, den Vorständen des Vereins „Wirtschaft kann Kinder“. Aber Cornelia Poletto war nicht hautnah dabei, sie schaltete sich per Stream zu allen knapp 20 Teilnehmern zu. Die bekamen im Vorfeld die Zutaten in einer Gourmet-Kochbox nach Hause geliefert – und konnten so gemeinsam mit der Spitzenköchin ein Vier-Gänge-Menü zubereiten, ohne die eigene Küche verlassen zu müssen. Der Erlös der Aktion kam dem Verein Wirtschaft kann Kinder e. V. (WKK) zugute, einem Dachverband, der deutschlandweit Organisationen unterstützt, die sich für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche einsetzen. 40.000 Euro kamen bei dem Event insgesamt zusammen. „Vielen Dank an all die fleißigen Hobbyköchinnen und -köche, die sich für den guten Zweck mit mir an den Herd gestellt haben“, sagte Cornelia Poletto nach dem gemeinsamen Abend.

Corona-Comeback der langen Nacht der Konsulate

Die lange Nacht der Konsulate musste coronabedingt zwei Jahre pausieren. In dieser Woche konnte sie nun endlich wieder veranstaltet werden. Farhad ­Vladi, Honorarkonsul der Seychellen, lud in seine Räume am Ballindamm. Rund 100 Gäste folgten der Einladung, bei der Vladi die Seychellen als Reiseziel beschrieb und viele Fragen der Besucher beantwortete. „Wir haben uns sehr gefreut nach zwei Jahren Zwangspause endlich wieder bei der Langen Nacht der Konsulate dabei sein zu können“, sagt der Hamburger Unternehmer, der sich schon jetzt auf die nächste Veranstaltung freut.

Ein Jahrzehnt „Brücken für Kinder“

Eigentlich ist ein Anliegen des Vereins „Brücken für Kinder“ die Vernetzung von sozialen Akteuren in der Stadt – für Gespräche und Netzwerken blieb allerdings angesichts des proppevollen, kunterbunten Programms zum zehnten Geburtstag der Institution wenig Zeit. Vereinsgründer Andreas Klitsch und sein Team wollten möglichst viele Projektpartner vorstellen. Und so konnte Moderatorin Susanne Böhm mit ihren Fragen einen weiten Bogen spannen von Ex-Senator Ian Karan zum Thema Integration über Tobias Lucht, Leiter der Arche, Barbara Grewe, Präsidentin von Special Olympics Hamburg, Unternehmer Frank Otto mit einem Container Art Projekt und Intendantin Dörte Inselmann von der HipHop Academy bis hin zu Prof. Guido Müller, Direktor der Staatlichen Jugendmusikschule, der ein begabtes Posaunenensemble mitbrachte, das nach der berührenden Musikeinlage von Rolf Zuckowski ein paar muntere Stücke ins Rothenbaumer Tennisstadion posaunten. Denn ein mehrfacher Ortswechsel war auch Teil des Jubiläumsprogramms – musiziert wurde im luftigen Stadion, gefeiert in der dazugehörigen Lounge, in der Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank ein paar Grußworte sprach.

Spendenreigen für Solidaritätspakt zwischen Kiew und Hamburg

Seine populäre Begegnungsreihe in der Hauptkirche St. Nikolai (Motto: „Gespräche statt Talk und Show“) mit Gästen wie Markus Lanz und Ex-Bundespräsident Christian Wulff ist nach mehr als 40 Folgen während der Pandemie zwar vorerst zum Erliegen gekommen, dennoch ist Knut Terjung weiterhin kreativ. Der langjährige In- und Auslandskorrespondent sowie Leiter des ZDF-Landesstudios Hamburg hat an seinem Zweitwohnsitz auf Formentera seine Leidenschaft für die Kunst entdeckt und sich vom Licht der kleinen Balearen-Insel inspirieren lassen. Seine in Anwesenheit der Inselrats-Präsidentin Ana Juan ­Torres eröffnete Ausstellung „La luz de Formentera“ im Rathaus der Hauptstadt San Francisco wurde ein derart großer Erfolg, dass der 82-Jährige gut ein Drittel seiner 30 Bilder, entstanden meist in Schellacktusche mit organischen Materialien, verkauft hat. Den gesamten Erlös von mehreren Tausend Euro stellt Terjung dem „Pakt für Solidarität und Zukunft zwischen Kiew und Hamburg“ zur Verfügung, den kürzlich Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher und Kiews Stadtoberhaupt Vitali Klitschko vorgestellt hatten. Terjung hat für September bereits eine weitere Schau auf Formentera verabredet und hofft, nach seiner baldigen Rückkehr nach Hamburg auch in seiner Heimatstadt auszustellen.

Persönliche Erfolgstipps von Ilka Goenewold

Ein ganz persönliches Buch hat die Hamburger Moderatorin Ilka Groenewold geschrieben. „Erfolgskompass. Deine Reise zum Erfolg“ heißt das Werk, das sie im Eigenverlag herausgebracht hat. Die Moderatorin der Nachrichtensendung „Hamburg 1 Aktuell“ gibt hier ihre ganz persönlichen Erfolgstipps, flankiert mit Gastbeiträgen von Prominenten wie ­Otto Waalkes, dem ehemaligen Wirtschaftssenator Ian Karan, Schauspieler Tetje Mierendorf, Moderator Hinnerk Baumgarten, Sportexperte Marcel Reif und Sternekoch Kevin Fehling. „Ich möchte Menschen inspirieren, ihre Ziele zu verfolgen und ihre Träume zu leben“, sagt Groenewold, die schon Ironman und am Transalpine Run teilnahm, über ihr Buch.

Bekanntes Gesicht startet im Alten Meierhof

Das Zwei-Sterne-Restaurant von Dirk Luther im Alten Meierhof in Glücksburg hat einen neuen Restaurantleiter. Martin Kammann übernimmt an der Flensburger Förde. Der 39-Jährige hat bereits viele bekannte Stationen hinter sich, beispielsweise das Sternerestaurant Ente in Wiesbaden. Auch bei dem Fernsehkoch Frank Rosin hat er bereits gearbeitet. Zuletzt hatte Kamann zusammen mit seiner Familie im Ahrtal gelebt. Aber das Hotel, in dem seine Frau arbeitete, wurde bei der verheerenden Flut einfach weggespült, berichtet Kammann.

Das eigene Wohnhaus in Bad Neuenahr entkam nur knapp den Fluten. Das einschneidende Erlebnis nahm die Familie zum Anlass, neu anzufangen. „Die positiven Gespräche haben mich und meine Familie überzeugt, unseren Lebensmittelpunkt in den Norden Deutschlands zu verlagern“, sagt Kammann, der den Wechsel nach Glücksburg als „große Herausforderung und Chance“ bezeichnet. Die Familie fühlt sich in ihrer neuen Heimat wohl: „Der Name ‚Glücksburg‘ hat nicht zu viel versprochen“, sagt Kammann. „Die Menschen hier sind gastfreundlich, die Fördelandschaft wunderschön und der Alte Meierhof ein Kleinod mit familiärem Flair.“

( HA )

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