St. Pauli

Wie Verona Pooth mit Hamburgs Kiezgrößen mithielt

Da waren die 90er dann schon vorbei: Verona Pooth (damals Feldbusch) im März 2000 bei einem Auftritt in Hamburg.

Da waren die 90er dann schon vorbei: Verona Pooth (damals Feldbusch) im März 2000 bei einem Auftritt in Hamburg.

Foto: Imago/teutopress

Werbe-Ikone erinnert sich an ihre Tage als "22-jährige Mickymaus" – und verrät, wie sie andere von einem Lagerfeld-Dienst überzeugt.

Hamburg. Mit der Entdeckung durch DJ und Produzent Alex Christensen in einem Hamburger Szeneclub ging 1990 Verona Pooths Stern am Musik- und Werbehimmel auf. Fast genauso wichtig wie der erste (und bis heute letzte) Charterfolg mit dem Hit "Ritmo de la Noche" war der damaligen Feldbusch seinerzeit aber offenbar auch ihr erstes Statusymbol.

Dabei handelte es sich um "ein riesengroßes Motorola-Handy, das aussah wie ein Aktenkoffer", wie die heute 51-Jährige der aktuellen Ausgabe der "Gala" sagte. "In Hamburg hatten das sonst nur die Kiezgrößen, die schweren Jungs von der Reeperbahn. Und dann kam ich kleine 22-jährige Mickymaus und hatte genau das gleiche Telefon", erinnerte sich Pooth. "Das war abgefahren."

Beweismittel für Lagerfeld-Dienste

Inzwischen diene ihr das Smartphone vor allem als Beweismittel. "Ich benutze das Internet, um Dinge zu belegen, wenn jemand sagt, na, die übertreibt doch ein bisschen, dann gehe ich ins Netz und finde das passende Foto", erzählte die Kurzzeit-Ehefrau von Dieter Bohlen. "Egal, ob ich mit Sir Peter Ustinov vier Werbespots für die Expo gedreht habe, Karl Lagerfeld mein Hochzeitskleid geschneidert hat oder ich einen Bambi bekommen habe."

So habe sie auch ihrem älteren Sohn Diego auch beweisen können, dass sie bei "Wer wird Millionär?" einmal 125.000 Euro gewonnen habe. "Wer glaubt mir denn sonst so was?", fragte Pooth. So ganz zuverlässig scheint die Masche beim Nachwuchs allerdings nicht mehr zu ziehen. Jedenfalls bekennt der 15-Jährige bei einem gemeinsamen Auftritt für die Vox-Show "Grill den Henssler" (Ausstrahlung am Sonntag, 20.15 Uhr), dass seine Mutter ihm peinlich sei.

Schweiz oder Dänemark? Hauptsache, Urlaub!

Und vielleicht hätte Verona Pooth auch vor einem ihrer letzten Instagram-Beiträge lieber noch einmal einen prüfenden Blick auf ihr Smartphone richten sollen. "Ich freue mich auf die wunderschöne Schweiz", postete die Unternehmerin zu einem Bild mit einem Reisekoffer. Ungünstig nur, dass sie das Foto mit einer Flagge aus Dänemark garnierte.