Jahresrückblick 2017

Die Irrungen und Wirrungen der Hamburger Promis

Judith Rakers und ihr Mann Andreas Pfaff gehen getrennte Wege

Judith Rakers und ihr Mann Andreas Pfaff gehen getrennte Wege

Foto: REUTERS / MORRIS MAC MATZEN / REUTERS

Verliebt, verheiratet – getrennt. Während einige Hamburger Promi-Paare 2017 ihr Glück fanden, gehen andere nun getrennte Wege.

Hamburg. 2017 war ein bewegtes Jahr für die Hamburger Prominenten. Wer sich das Ja-Wort gab, welche Paare sich über Nachwuchs freuen durften und wer sich getrennt hat, lesen Sie hier im Jahresrückblick:

Hamburger Promi-Hochzeiten 2017

Andy Grote und Catherine Saavedra: Im Mai hat der Hamburger Innensenator Andy Grote (SPD) seine langjährige Lebensgefährtin Catherine Saavedra geheiratet. Die standesamtliche Trauung fand in kleinem Kreis im Weißen Saal des Jenisch-Hauses in Nienstedten statt. Auch bei dem Empfang auf der Lindenterrasse des Luxushotels Louis C. Jacob an der Elbchaussee und dem anschließenden Abendessen im Biedermeierzimmer des Hauses waren lediglich 18 Gäste dabei. Eine kirchliche Trauung im größeren Kreis ist jedoch für den Sommer 2018 geplant.

René Adler und Lilli Holunder: Ähnlich hielten es der ehemalige HSV-Torwart René Adler und Schauspielerin Lilli Holunder. Während sie bereits im Oktober 2016 in Altona standesamtlich heirateten, fand die große Hochzeitsfeier erst im Juni diesen Jahres statt. Vor 100 Gästen gaben sich der Fußballer und die Schauspielerin in der Toskana noch einmal das Jawort. Zu der großen Sause waren auch Adlers damalige Mannschaftskollegen Lewis Holtby, Albin Ekdal und Nicolai Müller sowie der frühere HSV-Profi Tolgay Arslan sind eingeladen.

Kira Walkenhorst und Maria Kleefisch: Noch eine Hochzeit in Hamburgs Sportszene: Beachvolleyballerin Kira Walkenhorst ehelichte in Timmendorfer Strand ihre langjährigen Freundin und Stützpunkt-Trainerin Maria Kleefisch. Nach der Trauung verlieh die 26 Jahre alte Olympiasiegerin von Rio ihrer Freude über die Ehe für alle in den sozialen Medien Ausdruck und postete: „Die Gesetzesänderung im Hinblick auf gleichgeschlechtliche Ehe war überfällig!“

Hamburger Promi-Babys 2017

Andy Grote und Catherine Saavedra: Nicht nur das Eheglück war 2017 auf der Seite des Innensenators, sondern auch das größte Abenteuer des Lebens: Im August ist Andy Grote zum ersten Mal Vater geworden. Neun Tage nach dem errechneten Stichtag kam der Sohn des Paares zur Welt. Getauft werden soll er allerdings erst im kommenden Jahr – am Tag der kirchlichen Trauung seiner Eltern.

Dennis und Dana Diekmeier: Es ist das sechste D. in ihrer Familie: Im Dezember krönten HSV-Profi Dennis Diekmeier und seine Frau Dana ihr Liebesglück mit ihrem vierten Kind. Getreu der Tradition, dass alle Mitglieder der Familie einen Vornamen haben, der mit einem D beginnt (Dennis, Dana, Delani, Dion und Dalina) trägt das kleine Mädchen den Namen Divia. „Muttersein ist eine Liebesgeschichte, die niemals endet“, schrieb Dana auf Instagram und postete dazu ein Bild, das sie zusammen mit Dennis und der neugeborenen Divia zeigt.

Und auch Ex-Boxweltmeisterin Ina Menzer und ihr Mann Denis haben Nachwuchs bekommen: Violetta. Mama Menzer zeigte sich bereits kurze Zeit nach der Geburt wieder gertenschlank. Mit vielen Pfunden herumlaufen, wenn auch als Schwangere, das ist nichts für die disziplinierte Sportlerin, die jetzt erfolgreich als Coach arbeitet.

Hamburger Promi-Trennungen 2017

Michael Neumann und Aydan Özoguz: Die Ehe des Ex-Innensenators und der Staatsministerin hielt 14 Jahre. Im Januar gaben Michael Neumann und Aydan Özoguz dann bekannt, dass sie künftig getrennte Wege gehen werden. Kennengelernt hatten sich die Sozialdemokraten über die politische Arbeit in der SPD-Bürgerschaftsfraktion, der Neumann seit 1997 angehörte. Als Özoguz 2001 ins Landesparlament gewählt wurde, machte sich Neumann als innenpolitischer Sprecher einen Namen. Die beiden heirateten 2002 und haben eine gemeinsame Tochter.

Judith Rakers und Andreas Pfaff: Auch die Ehe von Judith Rakers und Andreas Pfaff ging nach acht Jahren in die Brüche. Die "Tagesschau"-Sprecherin und der Immobilienökonom hatten 2009 in Hamburg im Jenisch-Park geheiratet.

Die Bekanntgabe der Trennung kam überraschend, da die kinderlose Ehe von Rakers und Pfaff stets als harmonisch galt. Besonders verband das Paar die Liebe zu Pferden. Beide waren als Vielseitigkeitsreiter aktiv und nahmen auch an Turnieren teil. Ihren gemeinsamen Urlaub verbrachten sie gerne auf der Insel Rügen – auf einem Reiterhof.

Sylvie Meis und Charbel Aoud: Bei Sylvie Meis lief es zuletzt nicht rund. Im November hat die in Hamburg lebende Niederländerin ihren Moderations-Job bei der RTL-Show "Let's Dance" verloren. Kurz vor Jahresende kam dann heraus, dass die 39-Jährige und der Geschäftsmann Charbel Aouad (36) ihre Verlobung bereits im Oktober gelöst haben sollen.

Im Frühjahr verkündete Meis die Verlobung auf Instagram mit einem Foto, auf dem die beiden Arm in Arm aus einem Fenster der Elbphilharmonie schauen. Der in Dubai lebende Aouad hatte Meis den Antrag im April dieses Jahres gemacht, nachdem sich die beiden bereits vor rund drei Jahren in Miami kennengelernt hatten.

Liebesgeschichten, die im Gedächtnis bleiben

Doch unabhängig von den Hamburger Prominenten gab es im Jahr 2017 Liebesgeschichten, die so außergewöhnlich und mitreißend waren, dass sie unser Herz erwärmten und uns noch lange in Gedanken blieben.

Da waren zum Beispiel Olaf Hansen und seine Elisabeth, die im Zweiten Weltkrieg getrennt wurden und dann nach 72 Jahren wieder vereint waren. 1944 heiratete das Paar, doch als der Krieg endet, bleibt der Pilot verschollen. Die Liebesgeschichte beginnt bei einer Bahnfahrt von Hamburg nach Elmshorn. Olaf und Elisabeth lernen sich kennen, dann lieben, es folgt die Verlobung, dann die Hochzeit. Olaf ist als Pilot in ganz Europa im Einsatz, das Ehepaar Hansen sieht sich nur sporadisch. Dass Elisabeth schwanger ist, erfährt der werdende Vater per Post, während sich der Krieg seinem Ende nähert. Der letzte Brief, den Elisabeth erhielt, ist vom 4. April 1945. Danach bleibt Olaf Hansen verschollen.1950 lässt sie den vermissten Ehemann für tot erklären.

Doch in Vergessenheit gerät Olaf Hansen auch nach Jahrzehnten nicht. Die Familie gibt die Suche nicht und so passiert das Unglaubliche: Sie stößt in Wesendorf auf das Grab eines bis dato unbekannten Soldaten, macht einen DNA-Abgleich und hat im April 2017, kurz nach dem Tod von Elisabeth, schließlich Gewissheit. Was folgt, ist ein Happy End der anderen Art: Nach 26.453 Tagen ist Olaf wieder bei seiner großen Liebe und wird neben Elisabeth bestattet.

Auch das Rahlstädter Ehepaar Elisabeth und Franz Lafferthon kann auf eine bewegte Liebesgeschichte zurückblicken. Kennen und lieben lernten sie sich 1951 im schleswig-holsteinischen Itzehoe, ein Jahr später heirateten sie. Und in diesem Jahr, ganze 65 Jahre später, feierten sie ihre Eiserne Hochzeit im Luisenhof.

Beide waren noch Teenager, als der Zweite Weltkrieg ihre Familien zur Flucht aus der Heimat zwang und sie sich in in der Jugendgruppe der katholischen Kirchengemeinde schließlich zum ersten Mal begegneten. "Die schweren Zeiten haben uns zusammengeschweißt", sagt Franz Lafferthon. Heute halten fünf Enkel und zwei Urenkelinnen das Ehepaar auf Trab.

Es sind genau diese Geschichten, wie die der Hansens oder der Lafferthons, die das Leben schreibt und von denen wir hoffentlich auch in 2018 noch viele lesen werden!