Guinness World Records Day

Hamburger Donnerfaust knackt den Cola-Rekord

Karatekämpfer Muhamed Kahrimanovic zerschlug beim Tag der Guinness-Rekorde in der Hansestadt mehr als 32 Getränkedosen mit der bloßen Hand. Gleich vier Bestmarken stellte ein erst 16-jähriger Fußballkünstler auf.

Hamburg. Skurril, irrwitzig, verrückt, schnell: Auf der ganzen Welt sind am Donnerstag Rekordjäger unterwegs gewesen. In Sydney, Rom oder Oslo – und auch in Hamburg. Überall machten sich Menschen daran, Bestleistungen zu erbringen. Anlass war der „Guiness World Records Day“.

Auf der einzigen offiziellen deutschen Veranstaltung in Hamburg stellten gleich sechs Deutsche eine neue Bestmarke auf. Der erfolgreichste unter ihnen war der erst 16-jährige Duisburger Marcel Gurk, der gleich viermal auftrumpfte. Und immer war sein Fußball dabei. Er brach den Rekord in den „meisten Berührungen eines Fußballs mit dem Schienbein in einer Minute“. Der lag vorher bei 138. Im zweiten Weltrekordversuch ersetzte er das Schienbein durch den Nacken. Auch hier konnte er die alte Bestleistung von 53 Berührungen überbieten, ebenso wie im Rollen des Balles auf seinen Armen. Zum Schluss ging es noch um „das längste Balancieren des Balles auf der Fußsohle“. In liegender Position schaffte er dies länger als die vorgegebenen 5 Minuten und 49 Sekunden.

Im Gegensatz zu Neuling Gurk ist Muhamed Kahrimanovic im Weltrekordbrechen ein alter Hase. Die „Donnerfaust“ stellte letztes Jahr den Rekord im Zerschlagen von Kokussnüssen auf und war insgesamt schon fünfmal bei der Rekordjagd dabei. Dieses Jahr versuchte sich der Hamburger Karatesportler an Coladosen. Er zerschlug mehr als 32 Stück und kann sich über eine weitere Urkunde in seiner Vitrine freuen.

Das können auch Sarah Schaffelke und Sven Fusshöller. Sie machten sich daran, den Rekord „die meisten Bocksprünge in einer Stunde“ zu brechen. Nach der kräftezehrenden Tortur stand ein neuer Weltrekord fest. „Jeder, der mal für zehn Minuten Bocksprünge gemacht hat, weiß, wie anstrengend das ist“, sagte die Boxweltmeisterin Regina Hallmich. Sie moderierte den Tag der Rekorde. „Als Sportlerin weiß ich, was man da leistet“, sagte sie.

Veranstalter begeistert vom Spektakel

Schon am Mittwoch war, neben der „Donnerfaust“, ein anderer alter Hase der Weltrekord-Szene am Zug. Joe Alexander schaffte es, 16 Dartpfeile in einer Minute mit bloßer Hand zu fangen, eine neue Bestleistung. Die gelang ihm dann auch gleich ein zweites Mal. Er lief über 60 aufgestellte Sektflaschen und schaffte 9 mehr als der nun ehemalige Rekordhalter.

Veranstalter Olaf Kuchenbecker war zufrieden mit der neunten Ausgabe des Spektakels: „Die bestehenden Rekorde sind deutlich überboten worden. Das hätte ich nicht gedacht.“

Seit 2005 veranstalte Guinness einmal im Jahr einen Tag, an dem die Rekorde purzeln sollen. Kuchenbecker fungiert dabei als offizieller Schiedsrichter von „Guinness World Records“. In Hamburg machte die Institution zum neunten Mal Halt. Sie hat sich der Überprüfung und Beglaubigung von Weltrekorden verschrieben.