Hamburger Entertainerin

Ganz private Nacht! Ina Müller redet Klartext

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Von ihrem Lieblingsladen in St. Georg bis zur Heimat auf dem Land: Das NDR Fernsehen zeigt die Entertainerin von ihrer ganz privaten Seite.

Hamburg. Sie ist laut, sagt, was sie denkt, und das auch mal auf Platt. Ina Müller, auch "Königin der Nacht" genannt, moderiert die ARD- Sendung "Inas Nacht" und begeistert mit ihren Konzerten. Dass sie mal aus dem Nähkästchen plaudert, ist eher ungewohnt. Oder wer weiß schon, dass die in Köhlen (Niedersachsen) geborene Künstlerin auch Bullen kastrieren kann und verliebt ist?

Das NDR Fernsehen widmet ihr morgen um 21.15 Uhr ein Porträt in der Reihe "Unsere Besten im Norden". Dabei bekommt der Zuschauer Ina Müller nicht nur in Ausschnitten aus Fernsehshows, sondern auch ganz privat zu sehen. So sitzt sie gelassen auf einem weißen Sessel in ihrer Wohnung an der Langen Reihe, zeigt in St. Georg ihre Lieblingsläden und besucht ihre alte Heimat auf dem Land.

Dort, im Landkreis Cuxhaven auf dem großen Bauernhof, hängen weiße Spitzenbordüren in den Fenstern - genau an diesem Ort wurde Ina Müller vor 45 Jahren geboren. "Es war ein Sonntag, und es hat gewittert", sagt die Entertainerin und versucht damit, ihr gewohntes Verhalten zu erklären: "Vielleicht bin ich deshalb so laut." Wie selbstverständlich sitzt sie mit ihrer Mutter Erika und Dörte, eine ihrer vier Schwestern, in der rustikalen Küche am Tisch und schmiert sich ein Schinkenbrot. Authentisch wirkt die Plattschnackerin, auch als sie verrät, die männliche Anatomie zum ersten Mal bei ihrem Cousin gesehen zu haben.

Denn zu Hause sei es zumindest nicht für ihren Vater üblich gewesen, sich nackt zu zeigen: "Mein Papa war völlig verklemmt und meine Oma auch." Im Kuhstall werden alte Erinnerungen wach. Ella, eine Kuh, habe "immer festen Kot" gehabt, sodass sich Ina Müller und ihre Geschwister darum kümmern mussten, dass dieser seinen Weg ins Gülleloch fand. Die Sängerin bringt es auf den Punkt: "Schiet-wech-wackeln nennt man das." Gegenüber im Stall kastrierten sie junge Bullen. "Das fanden wir ganz normal", sagt die Künstlerin und lacht.

Bei einem Ausflug auf den örtlichen Friedhof und beim anschließenden Plausch mit Schwester und Mutter im Wohnzimmer wird auch klar: Ina Müller ist ein Familienmensch. Die gelernte Pharmazeutisch-Technische Assistentin lässt auch ihre Zeit auf Sylt Revue passieren, wo sie für mehr als fünf Jahre in Tinnum in einem Reihenhaus wohnte und in der Insel-Apotheke arbeitete. "Ich bin nach Sylt gegangen, weil ich mich in einen Mann und in die Insel verliebte." Verliebt ist sie auch heute wieder: "Ich habe Nähe zu einem Mann und genieße das auch sehr", sagt sie ganz ungewohnt ohne Flachs und Scherz. Details verrät sie nicht. Ina Müller kann auch ganz leise sein.