Hamburg-St. Pauli

Hugo Egon Balder und Uli Salm eröffnen neue Zwick-Kneipe

Mit TV-Entertainer Balder und seinen Allstars sowie Ehefrau Susi Salm ist Uli Salm bis Sonnabend jeden Abend von 21 Uhr an live on Stage.

St. Pauli. Nicht jeder muss sich mit dem Problem auseinandersetzen, das Uli Salm lange bewegte: Wohin bloß mit meinen 300 Gitarren? Der Inhaber der legendären Kneipe Zwick am Pöseldorfer Mittelweg ist im Zweitjob Bassist seiner Band Rudolf Rock Allstars - und wenn er nicht die Saiten zittern lässt, dann heckt er mit einem seiner besten Freunde, dem TV-Entertainer und Keyboarder Hugo Egon Balder, neue Pläne aus.

Gemeinsam mit diesem fand er dann auch die perfekte Lösung für sein Anliegen: Die geliebte Gitarrensammlung stolzen Umfangs bekommt eine neue Heimat, zumindest 80 Bässe zieren nun das neue, liebevoll eingerichtete zweite Zwick, das gestern Abend am Millerntorplatz 1 mit Rockmusik, zuvorkommenden Kellnerinnen, die Drakula-Sekt (Johannisbeersekt) ausschenkten, eröffnet wurde. Wegbegleiter wie Stefan Gwildis, Frank Otto, Udo Röbel, Michy Reincke, Eddy Kante und Hubertus Meyer-Burckhardt waren auch erschienen.

"Ich denke, wir haben uns selbst übertroffen", sagte Salm stolz. Er freut sich vor allem darauf, ein "Podium zum Musikmachen" gefunden zu haben, und dass er nun mit Band und Freunden nach Lust und Laune auftreten könne. Mit Balder und seinen Allstars sowie Ehefrau Susi Salm ist er bis Sonnabend jeden Abend von 21 Uhr an live on Stage im neuen Zwick. Aber keine Sorge, das alte Original-Zwick bleibt. "Das wird Jahrhunderte weiter bestehen", sagte Balder und lachte. Salm habe sich mit "dem Laden einen Traum erfüllt". Und Balder kommt so oft er kann aus Köln, der Stadt am Rhein, an die Elbe: "In meinem ersten Leben muss ich wohl eine Möwe gewesen sein, es zieht mich immer wieder hierher."

Das Publikum "quer durch'n Garten" - so soll die Gästemischung laut Salm sein - kann sich also auf Spontanauftritte einstellen, während derer Balder auch mal auf den Tresen springt. "Für mich ist das hier wie Therapie", so Balder. "Jetzt bin ich 60. Hier und mit der Musik fühle ich mich aber wie 18."

Beabsichtigt ist, durchgehend geöffnet zu haben, ebenso eine "Rundumspeisekarte", vielleicht auch eine Fernsehshow aus dem Zwick, so die noch sehr vagen Pläne. Aber, keine Panik! Da halten es die beiden Besitzer Salm und Balder mit dem Motto ihres alten Freundes Udo Lindenberg.

Die Fußballvereins-Gretchenfrage ob der Nähe zum Millerntor beantwortete Salm diplomatisch: "Ich liebe St. Pauli ebenso wie den HSV - Hamburg muss immer gewinnen." Und die Stadt gewinnt auch durch das neue Zwick.