Evitas Geschichte zieht noch immer

Hamburger feierten die Premiere des Musicals in der Staatsoper

Neustadt. Verehrt wird sie noch heute wie eine Heilige und gilt als fürsorgende Wohltäterin. Gestorben ist sie jung an Krebs, mit 33 Jahren.

Die Hamburger Gesellschaft ist noch immer fasziniert von der Geschichte der hübschen, einflussreichen argentinischen Präsidentengattin María Eva Duarte de Perón, das zeigte die "Evita"-Musical-Premiere gestern Abend. Das Gedränge am Eingang der Staatsoper war groß. Mittendrin: der argentinische Generalkonsul Manuel A. Fernández Salorio, der selbst schon in einem Highschool-Musical in den USA einen Ritter spielte: "'Evita' erinnert daran, was man jeden Tag in meiner Heimat erlebt. Sie ist nach wie vor eine Person, die zwar zwiespältig gesehen wird, aber dennoch eine historische Persönlichkeit - und das nicht nur bei uns in Argentinien." An das Land erinnert sich auch Moderator Carlo von Tiedemann, der dort Ende der 60er-Jahre drei Jahre lang lebte: "Das war die schönste Zeit meines Lebens. Wenn man einen argentinischen Freund hat, dann fürs Leben. Sie sind keine Schnacker."

Die Generalmanagerin des Mövenpick-Hotels, Annette Hammer, ist ein absoluter Musical-Fan. "Bislang habe ich alle gesehen - bis auf 'Tarzan', das fehlt noch", sagte sie. Unternehmer Ian Karan kam in Begleitung seines Sohnes Niclas. Der 18-Jährige hat gerade die Schule beendet, und wenn er die Abende nicht zu Hause verbringt, dann sind Kino- oder HSV-Besuche angesagt. Viel Zeit dafür bleibt nicht mehr, denn bevor er - wahrscheinlich in England - sein Studium beginnt, will er im Oktober Freunde in Australien besuchen.

Im Anschluss an die musikalische und historische Argentinien-Reise gab es einen Sektempfang für 400 geladene Gäste, darunter die Moderatorinnen Judith Rakers und Sandra Maahn. Laufstegtrainer Jorge Gonzalez nahm nicht teil. Er feierte mit Freunden im Restaurant Henssler & Henssler seinen 43. Geburtstag.