Hamburg. Die Premiere „Lobby Hero“ am English Theatre nutzt die Krimikomödie, um über gesellschaftliche Verwerfungen zu erzählen. Wo es hakt.

Hierzulande hat es sich noch nicht durchgesetzt, dass normale Mietshäuser einen Concierge haben, der im Erdgeschoss sitzt und protokolliert, wer kommt und wer geht. Aber am English Theatre geht es nicht darum, dass ein Stück für die Verhältnisse des Aufführungsortes angepasst wird, es geht darum, eine Vorlage so zu zeigen, wie sie im West End oder am (Off-)Broadway gespielt wird. Weswegen es auch in Ordnung ist, dass die Wohnverhältnisse in Kenneth Lonergans Krimikomödie „Lobby Hero“ eindeutig US-amerikanische sind: Das Schild „Visitors Welcome! Please Sign In At Front Desk“ wird dann eben hingenommen, weil von vornherein klar ist, dass man sich in Manhattan befindet und nicht auf St. Pauli.