Hamburg. 24 Stunden lang spielten Bläserchöre in der Hamburger Hauptkirche. Ein Stück war bei den Besuchern besonders beliebt.

Schnee und vereiste Straßen konnten sie nicht abhalten: Rund 500 Musikerinnen und Musiker haben von Sonnabendvormittag bis zum 1. Advent das vermutlich längste Posaunenkonzert der Welt gespielt. 24 Stunden lang erklang Musik in der Hamburger Hauptkirche St. Jacobi. Rund 1500 Besucher waren dabei.

"Wir sind sehr stolz und glücklich, dies geschafft zu haben", sagte Organisator Peter Schulze dem Abendblatt am Sonntag gegen 10 Uhr, als die letzten Töne des Mammut-Konzerts verklungen waren. "Nach unserem Wissen war es das längste Konzert mit Posaunen von Laienmusikern, auch wenn wir keinen Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde damit erreichen wollten."

Längstes Posaunenkonzert der Welt erklingt in St. Jacobi

Vom einfachen Choral bis hin zum vielstimmigen Arrangement für große Blechbläserensembles waren insgesamt 333 Stücke zu hören. Es spielten 24 Bläserchöre für jeweils 30 Minuten, pausierten dann eine halbe Stunde und spielten ein zweites 30-minütiges Set. Am beliebtesten war das Adventslied „Tochter Zion, freue dich“.

„So viele Musikerinnen und Musiker aus den Kirchengemeinden der Nordkirche wollten trotz langer Wege und vereister Straßen unbedingt bei diesem Event dabei sein“, sagte Pastor Friedhelm Nolte, der zusammen mit Landesposaunenreferentin Miriam Rottmayer diesen musikalischen Marathon vorbereitet hatte. Der jüngste Teilnehmer des Mammutkonzert war gerade einmal neun Jahre alt, der älteste 85.

Vorgeschmack auf den Deutschen Posaunentag

Das 24-Stunden-Konzert war ein erster Vorgeschmack auf den Deutschen Evangelischen Posaunentag, der vom 3. bis 5. Mai 2024 in Hamburg unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier stattfindet. Die Anmeldefrist dafür endet am 10. Januar. Online-Anmeldungen sind noch möglich.