Hamburg. Vom Desaster bis zum Happy End: Das Abendblatt begleitete die Newcomer Poulish Kid zwei Abende beim Musik-Marathon auf St. Pauli.

„So, Jungs, parkt mal euer Auto hinten auf dem Lidl-Parkplatz, kost‘ 4 Euro, von da müsst ihr euer Zeug nicht so weit zur Bühne schleppen. Hier, nehmt erst mal ein paar Getränkebons“: Der Stage-Manager im Kiezclub Thomas Read klärt sofort die Prioritäten, als die Leipziger Band Poulish Kid am Freitag zu ihrem ersten von drei Auftritten beim Reeperbahn Festival anrückt. Bevor Sänger und Songschreiber Paul Kätzler, Bassist Friedrich Luck und Schlagzeuger Florian Krüger zu ihrem vor dem Club im Halteverbot stehenden Van laufen, werfen sie einen kurzen Blick auf die Bühne: ein winziges, erhöhtes Karree in einem engen Schlauch, Holzfässer als Tische, langer Tresen. Hinter einer Fensterfront ist der „Backstage“-Bereich, ein paar Kneipenbänke. Klar, das ist nicht die Große Freiheit 36 hier. Die ist um die Ecke.