Corona

Erster Hamburger Omikron-Fall war nicht in Südafrika

Weltweit – wie hier in Wien in einem Labor am BioCenter – arbeiten Forschende an der Entschlüsselung und dem Nachweis von neuen Virusvarianten.

Weltweit – wie hier in Wien in einem Labor am BioCenter – arbeiten Forschende an der Entschlüsselung und dem Nachweis von neuen Virusvarianten.

Foto: picture alliance

Die Virusvariante aus Südafrika wurde in der Hansestadt nachgewiesen. Der Senat schließt neue Kontaktbeschränkungen nicht aus.

Hamburg. Bei Nachbar Niedersachsen war die Virusvariante, die sich von Südafrika aus inzwischen weltweit verbreitet, schon aufgetaucht, nun gibt es auch in Hamburg den ersten Omikron-Fall. Die als besorgniserregend eingestufte Variante sei durch Genomsequenzierung nachgewiesen worden. Mit dieser Nachricht eröffnete Senatssprecher Marcel Schweitzer am Dienstag das Corona-Briefing in der Landespressekonferenz.

"Das war jedoch zu erwarten", sagte Schweitzer. Die an Covid-19 erkrankte Person sei ungeimpft und lebe im Bezirk Eimsbüttel. "Es ist kein Verdachtsfall, sondern ein bestätigter Fall", konkretisierte der Senatssprecher. Da es sich bei der betroffenen Person nicht um einen Reiserückkehrer handelt, muss eine Ansteckung in Deutschland stattgefunden haben. Derzeit werde versucht, Umfeld und Infektionsweg aufzuklären. Es gebe schon weitere Verdachtsfälle, die nun untersucht würden. "Grund zur Panik gibt es nicht", beruhigte Schweitzer.

Omikron erreicht Hamburg – neue Beschränkungen?

Der Schwerpunkt der Arbeit liege darauf, die Ausbreitung der hochansteckenden Virusvariante einzudämmen. Um auch künftig eine ausreichende Kontaktnachverfolgung zu gewährleisten, sollen künftig 580 Mitarbeiter eingesetzt werden.

Zugleich könnte der Nachweis der Omikronvariante in der Hansestadt die Lage ändern. Zwar seien weitere Einschränkungen bislang nicht geplant. "Kontaktbeschränkungen für Geimpfte können wir aber nicht ausschließen", sagte Schweitzer.

( maj/coe )